Lokalsport

Zweiter Etappensieg: Fumic hat am Kap gut lachen

Mountainbike Beim Cape Epic verteidigen der Kirchheimer und sein brasilianischer Partner Henrique Avancini das Gelbe Trikot der Gesamtführenden. Von Erhard Goller

Überraschend haben Kirchheims Profi-Mountainbiker Manuel Fumic (im Bild rechts) und sein brasilianischer Partner Henrique Avancini (links) beim achttägigen Etappenrennen Cape Epic in Südafrika nachgelegt und am zweiten Tag ihren zweiten Etappensieg gefeiert. „Wir sind wirklich glücklich, es hätte nicht besser laufen können. Das bedeutet noch mal einen Tag in Gelb“, freute sich der Kirchheimer.

Auf den 101 Kilometern mit Start und Ziel in Hermanus profitierten Manuel Fumic und sein Cannondale-Kollege Henrique Avancini von einem Defekt bei Jaroslav Kulhavy. Der tschechische Olympiasieger von 2012 und sein Schweizer Partner Christoph Sauser hatten die erste Etappe dominiert. Fumic und Avancini, nach dem Prolog-Sieg Träger des Gelben Trikots, mussten nicht mehr tun, als den beiden Favoriten hinterherzufahren. Zuletzt hatten sie noch das Schweizer Duo Nino Schurter/Matthias Stirnemann zurückgelassen, als der Letztere zu schwächeln begann.

Es waren vielleicht noch zehn Kilometer zu fahren und das Quartett strebte in Führung liegend dem Ziel entgegen. Doch dann ging Jaroslav Kulhavy in einem flachen Singletrail urplötzlich zu Boden. Offenbar hatte sich etwas in den Reifen gebohrt. Sauser übernahm die Reparatur, und die zweifachen Cape-Epic-Sieger verloren knapp drei Minuten. Schurter und Stirnemann schossen zwar vorbei, doch bei der Jagd nach Fumic und Avancini ließen Kulhavy und Sauser die beiden Eidgenossen gleich wieder zurück.

Beim führenden Duo begann Avancini mehr und mehr zu leiden. Der Brasilianer hatte Mühe, Fumic zu folgen. So schmolzen die knapp drei Minuten Vorsprung noch auf 54,5 Sekunden zusammen. Auf Platz drei erreichten überraschend Jochen Käß und Markus Kaufmann das Ziel.

Manuel Fumic und Henrique Avancini gehen damit am heutigen Dienstag mit 2,41 Minuten Vorsprung auf Jaroslav Kulhavy und Christoph Sauser in die 102 Kilometer lange Etappe von Hermanus nach Elandskloof, auf denen 2 350 Höhenmeter warten. Auf Rang drei liegen Schurter und Stirnemann mit 5,24 Minuten Rückstand.

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