Teckbotenpokal

„Das verbindet die Menschen in der Region“

Umfrage Passanten in der Weilheimer Innenstadt äußern sich differenziert über den Stellenwert des Teckbotenpokals.

Der Teckbotenpokal war auch 2014 ein echter Zuschauermagnet. Foto: Markus Brändli
Der Teckbotenpokal war auch 2014 ein echter Zuschauermagnet. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Fußball oder Feiern, Familien-Event oder Freundetreff. Der Teckbotenpokal hat ein immer breiteres Spektrum für Zuschauer bekommen. Befragte aus der Weilheimer Innenstadt äußern ihre Meinung dazu.

André Oliva freut sich über das Turnier: „Fußball muss Spaß machen, das ist bei den Amateuren noch gegeben. Im Profifußball dreht sich leider vieles nur noch ums Geld.“ Nicht ganz uneigennützig blickt der Eiscafé-Betreiber auf das Event: „Nach dem letzten Turnier in Weilheim habe ich viele Spieler gekannt, weil sie nach den Partien oft bei uns vorbeigeschaut haben. Ich finde es schön, wenn viele Leute aus der Umgebung in die Stadt kommen.“

Um Leute zu treffen, geht auch Laura Schöne gerne zum Teckbotenpokal. Die 17-Jährige war selbst einige Jahre für Weilheim am Ball und tritt nun beim TSV Wendlingen gegen das runde Leder. Sie freut sich aber mehr auf das Rahmenprogramm. „Ich werde abends hingehen und hoffe, dass es dieses Mal besser ist als vor einem Jahr in Dettingen. Unter der Woche fand ich die Stimmung damals nicht so toll.“

Der Gegensatz von Sport und Party missfällt hingegen Martin Wekerle: „Fußball und Bierzelt, das sind zwei Veranstaltungen. Für mich ist da der Sinn verfehlt. Der liegt doch darin, dass es ein regionales, traditionsreiches Sportereignis ist.“ Nichtsdes­totrotz betont er: „Es ist wie ein Familientreff, man sieht viele Bekannte. Organisation und Atmosphäre sind immer gut.“ Als ehemaliger Spieler der TG Kirchheim hat es ihm auch der Wettkampfcharakter angetan: „Es ist besser, wenn nicht zu starke Teams dabei sind. Dann weiß man, dass man eine Chance hat.“

Wegen des Sports ist auch der Neidlinger Luca Friess beim Turnier. Eigentlich hätte es sein erster großer Auftritt mit der ersten Mannschaft des TVN werden sollen. Aufgrund einer Knieblessur kann der 18-Jährige aber nicht mitspielen. Das Zuschauen lässt er sich aber nicht nehmen: „Man kann immer etwas dazulernen.“ Als Favoriten nennt er Landesligist TSV Weilheim sowie den VfL Kirchheim und seinen Heimatverein TV Neidlingen. Vorjahressieger Deizisau sieht er nicht als Titelanwärter: „Für mich war das letztes Jahr überraschend. Ich schätze sie nicht so stark ein.“

Riccardo Nannetti räumt seinem favorisierten Team AC Catania Kirchheim keine guten Aussichten ein: „Zu dieser Zeit machen viele Italiener Heimaturlaub. Da haben sie wohl keine Chance. Ich denke, Weilheim wird gewinnen.“ Die Catania-Spiele schaut er sich trotzdem an, „weil ich da meine Landsleute treffen und mal wieder italienisch sprechen kann.“ Abseits des Sportlichen nimmt er auch die gute Atmosphäre wahr: „Es ist ein schönes Event mit Fußball, Fest und gutem Essen. Das verbindet die Menschen aus der Region.“ Paul Buck/Fotos: Jean-Luc Jacques

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