Teckbotenpokal

Deizisauer entthronen den TSV Weilheim

Finale Pokaltitelverteidiger und Topfavorit TSVW muss sich im Endspiel von Dettingen dem klassentieferen TSV Deizisau mit 5:6 nach Elfmeterschießen geschlagen geben.

So sehen Sieger aus: Der TSV Deizisau hat die 55. Auflage des Teckbotenpokals gewonnen.
So sehen Sieger aus: Der TSV Deizisau hat die 55. Auflage des Teckbotenpokals gewonnen.

Die Hintere Halde ist bis Juli 2018 Heimat des Teckbotenpokals: Per Elfmeterschießen machte der TSV Deizisau gestern in Dettingen vor 1 100 Zuschauern den erstmaligen Cup-Erfolg gegen den Landesligisten TSV Weilheim klar.

Während die Deizisauer beim Queen-Klassiker „We are the champions“ nach dem 6:5 zum Freudentanz ansetzten, schauten die eigentlichen Turnierfavoriten wenig beschwingt in die Gegend. „Wir haben unser Ziel nicht erreicht“, stellte Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt fest.

Dass es so weit kam, hatten die Limburgstädter allerdings nicht nur ihren zwei Elfer-Nieten in der abschließenden Lotterie vom Punkt zu verdanken. In der regulären Spielzeit (Endstand 1:1) versiebten die Landesliga-Kicker gleich fünf Topchancen, hatten kurioserweise ihr einziges Tor einer Fehlentscheidung im Vorfeld des Treffers zu verdanken. Der Eckball in der 28. Minute, der zum 1:1 führte, war unberechtigt. Die Richtungsänderung, die der spätere Kopfballtorschütze Mike Tausch ausübte, blieb von Schiedsrichterin Hannelore Pink (SC Blönried) und deren Team unbemerkt.

„Ich konnte trotz der Finalniederlage eine ganze Reihe von Rückschlüssen aus der Turnierwoche ziehen“, mühte sich Eisenhardt, positive Aspekte aus den Dettinger Tagen zu ziehen. Glücklicher war da sein Gegenpart Thomas Gentner. „Solch ein Turniersieg gibt uns natürlich Selbstvertrauen für die kommende Bezirksligasaison“, konstatierte Deizisaus Coach und schob gutgelaunt hinterher: „Hoffentlich laden uns die Weilheimer nach unserem Sieg gegen sie überhaupt noch zum Turnier nächstes Jahr ein.“ Gentner sah im Endspiel seine Mannschaft durchaus auf Augenhöhe, befand, dass sich sein Team „über das ganze Turnier hinweg gesehen durchaus den Cup-Sieg verdient hat.“

Die Deizisauer waren im Endspiel in der 26. Minute mit der ersten nennenswerten Offensivaktion in Führung gegangen. Egenem Altindil verarbeitete eine hohe Her-eingabe unbedrängt von der gesamten TSVW-Defensivabteilung locker zum Führungstreffer.

Der Kampf um den Turniertriumph und 1 000 Euro Siegprämie gestaltete sich schließlich zum kleinen Drama. Nach drei jeweils von beiden Seiten sicher verwandelten Elfern scheiterte Weilheims Tobias Heim an TSVD-Keeper Dennis Eiberle. Jener Deizisauer war es auch, der den Weilheimern den zweiten Tiefschlag versetzte. Den von Neuzugang Anastasios Ketsemenidis zentral geschossenen Ball lenkte Eiberle beim Stand von 5:5 im Fallen mit den Beinen über die Latte. Deizisaus Torjäger Kevin Siekermann kannte schließlich mit Weilheims Nachwuchskeeper Jonas Schmidt keine Gnade und traf sicher zum 6:5 - das „Roulettespiel Elfmeterschießen“ (Gentner) war zugunsten des Bezirksligisten entschieden.

Die Gute-Laune-Fraktion der Deizisauer kam danach richtig in Fahrt: Als Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann, SFD-Abteilungsleiter Christian Renz und Teckbotenredakteur Peter Eidemüller die Pokale überreichten, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

Lenny Zaglauer sieht rot: Gegen die Deizisauer war für den TSVW oft kaum ein Durchkommen.
Lenny Zaglauer sieht rot: Gegen die Deizisauer war für den TSVW oft kaum ein Durchkommen.
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