Teckbotenpokal

Der SV Nabern zieht erstmals ins Finale ein

Halbfinale Neidlingen lässt Dettingen keine Chance. Der SVN schafft die Premiere.

Historischer Erfolg: Der SV Nabern zog zum ersten Mal überhaupt ins Endspiel des Teckbotenpokals ein.

TV Neidlingen - SF Dettingen 3:0 (1:0): Zur ungewohnten Frühschoppenzeit war gefühlt schon ganz Neidlingen im Stadion. Weit mehr als 1 000 Fans drückten ihren Jungs im Halbfinale gegen SF Dettingen die Daumen. Die Mannschaft bedankte sich mit einem souveränen 3:0 und zog damit ins Endspiel ein. „Viele Zuschauer, super Fußballwetter, ein verdienter Sieg. Alles hat gepasst“, freute sich Martin Kirschmann in der noch ungewohnten Zuschauerrolle des organisierenden Co-Abteilungsleiters. „Kirsche“ hat aus gesundheitlichen Gründen die Kickschuhe bis auf Weiteres an den Nagel gehängt. Torschütze Robin Spranz: „Bei uns haben in der zweiten Halbzeit die Kräfte nachgelassen. Insgesamt war ich aber mit unseren Leistungen im Turnier und dem Abschneiden zufrieden,“ sagt SF-Leistungsträger Robin Spranz. Fast wäre der Bezirksliga-Absteiger nach einer Viertelstunde sogar in Führung gegangen. Doch Schiri Nicolas Mettas sah Yannick Frick zu Recht im Abseits. Es sollte die einzige echte Torchance der Sportfreunde bleiben. Mit einem Bilderbuchtor riss Moritz Hepperle die Dettinger Abwehrmauer ein. Seine 22-Meter-Bogenlampe senkte sich genau in den Torwinkel. Dennis Heilemann setzte einen weiteren Weitschuss an die Querlatte, bevor Spielertrainer Patrick Kölle und der eingewechselte Lukas Pflüger etwaige Zweifel am Sieg beseitigten. Tore: 1:0 Moritz Hepperle (32.), 2:0 Patrick Kölle (45.), 3:0 Lukas Pflüger (50.).

TSV Oberboihingen - SV Nabern n.E. 6:7 (1:1, 1:1): „In der ersten Hälfte müsste Oberboihingen eigentlich ein bis zwei Tore mehr machen“, meinte SVN-Trainer Marco Kunze. „Dann hätten wir Nabern im Sack gehabt“, pflichtete auch Stefan Hein, der sportliche Leiter des TSVO bei. Die Oberboihinger hatten das Heft in der Hand, Nabern beschränkte sich anfangs darauf, zu reagieren. Über rechts war vor allem der pfeilschnelle Tim Gall für Konter gut - mancherlei schwache Ballannahme machten dem SVN aber einen Strich durch die Rechnung. Der TSVO waltete und schaltete unterdessen in der Partie, ließ aber die entscheidende Torgefährlichkeit vermissen. Erst nach dem Seitenwechsel standen sich ebenbürtige Gegner gegenüber. Die Oberboihinger behielten ihren starken Spielaufbau bei, doch mittlerweile war auch der SVN richtig im Halbfinale angekommen. Es entwickelte sich ein hart umstrittenes Hin und Her. Beide Teams kämpften sich immer wieder vors gegnerische Tor, es fehlte beiden aber weiterhin an der letzten Entschlossenheit. Erst im Elfmeterschießen entschied Nabern die Partie für sich. Stärkster Mann im Elfer-Krimi war TSV-Keeper Giancarlo Della Malva, der an drei Schüssen dran war und einen gehalten hatte. Die Naberner blieben jedoch die glücklicheren, allen voran Coach Kunze: „Es ist unglaublich hier im Finale zu stehen. 15 Jahre habe ich in Neidlingen gespielt, etwa 300 Spiele.“ Tore: 1:0 Johannes Mauthe (6.), 1:1 Kevin Herbert (23.).


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