Teckbotenpokal

Greschner entnervt den VfL

Viertelfinale Gastgeber TVN bezwingt Kirchheim im Elfmeterschießen. Dettingen entthront Titelverteidiger Weilheim. Oberboihingen siegt ohne Mühe, Nabern kämpft Ober Fils nieder.

Alles Kopfsache: Fabian Latzko und der TVN setzten sich im prestigeträchtigen Viertelfinale gegen den VfL durch.
Alles Kopfsache: Fabian Latzko und der TVN setzten sich im prestigeträchtigen Viertelfinale gegen den VfL durch.

VfL Kirchheim - TV Neidlingen n. E. 5:6 (1:1, 1:0): Vor über 2 000 Zuschauern im ersten Viertelfinalspiel war der Neidlinger Einzug ins Halbfinale vor allem einem Mann zu verdanken: TVN-Keeper Pascal Greschner. Der 21-Jährige war nicht nur der Held im Elfmeterschießen, als er den letzten Strafstoß von Ammar Memic parierte. Auch während des Spiels vereitelte der Neuzugang vom TSV Bad Boll insgesamt acht klare Kirchheimer Torchancen. „Wir müssen uns bei ihm bedanken, dass wir ins Halbfinale gekommen sind”, lobte TVN-Spielertrainer Patrick Kölle, dessen Team zwei Möglichkeiten reichten um ein Tor zu erzielen. „Der Neidlinger Sieg war völlig unverdient. Wir waren die klar bessere Mannschaft”, grantelte VfL-Co-Trainer Giuseppe Forzano. Tore: 1:0 Tim Sternemann (3.), 1:1 Nils Faustmann (45.).

 

SF Dettingen - TSV Weilheim 1:0 (0:0): Nach hart umkämpften, bisweilen zerfahrenen 60 Minuten hatten die Dettinger ihr Husarenstück geleistet und mit dem Landesligaabsteiger einen der Turnierfavoriten eliminiert. Extra „eingeflogen“ hatten die Kicker aus der Schlossberggemeinde ihre alten Haudegen Maximilian Freiberger (31) und Christoph Gulyas (32), die der Abwehr und dem Mittelfeld die nötige Stabilität verliehen. Nach einem ersten Weilheimer Warnschuss von Batunhan Kara, den SFD-Keeper Tim Koch sicher parierte (3.), machten die Dettinger per Lattenknaller von Yannik Frick auf sich aufmerksam (14.). Danach lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Augenhöhe. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel glückte Paul Schlatter das Tor des Tages. In der Folgezeit waren die Sportfreunde dem 2:0 näher als die Weilheimer dem Ausgleich. Nach dem Schlusspfiff brachen im Dettinger Lager alle Dämme - kurze Feier eingeschlossen. Spielleiter Robin Spranz, der die zeitlich verhinderten Trainer Robin Jaksche und Coskun Isci vertrat, war überglücklich: „Jeder von uns hat heute 120 Prozent gegeben.” Tor: 1:0 Paul Schlatter (39.).

TSV Oberboihingen - TSV Weilheim II 3:0 (2:0): Trotz der Niederlage war der Weilheimer Trainer Robert Walter mit seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben ein richtig gutes Turnier gespielt.“ Im Viertelfinale gingen seiner Mannschaft am Ende allerdings die Kräfte aus. Nach dem frühen 0:2-Rückstand versuchten die Limburgstädter dennoch alles, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Aber es fehlte im Abschluss das nötige Glück. Die Oberboihinger waren vor allem im ersten Spielabschnitt das bessere Team und hätten die Partie schon frühzeitiger entscheiden können. Matchwinner war der dreifache Torschütze Marc Brändle, der voll des Lobes für seine Mitspieler war: „Wenn man so die Bälle aufgelegt bekommt, ist es einfach, Tore zu schießen.“ Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Marc Brändle (5., 15., 53.).

 

TSV Obere Fils - SV Nabern 1:2 (0:1): Als Hüseyin Kisa in der 55. Minute einen satten 15-Meter-Knaller auspackte und zum 2:1-Siegtreffer einlochte, fielen die sprichwörtlichen Wackersteine auf Naberner Seite gleich dutzendweise. Bis es soweit war, war viel Schweiß die geschundenen Spielerkörper hinunter gelaufen. Burak Selcuk setzte den ersten TSV-Warnschuss aufs SVN-Gehäuse, doch Spielertrainer und Keeper Marcel Geismann lenkte das Leder zur Ecke. Nach einer Viertelstunde waren die Naberner das aktivere Team. Der Führungstreffer fiel dann auch folgerichtig in der 21. Minute. Erst kurz zuvor hatte Kevin Herbert eine Großchance ausgelassen. Im zweiten Spielabschnitt merkte man beiden Teams die kraftraubenden Achtelfinalbegegnungen an. Mit dem Glück der Tüchtigen gelang dem TSV der Ausgleich (44.). Auf Naberner Seite war es Tony Kuke, der an TSV-Goalie Michael Pehl scheiterte (51.). Der Rest wird wohl in die Naberner Vereinsgeschichte eingehen. Coach Marcel Geismann: „Jeder von uns ist bis zum Anschlag gegangen. Wir freuen uns aufs Halbfinale.“ Tore: 0:1 Markus Glück (21.), 1:1 Nico Klein (44.), 1:2 Hüseyin Kisa (55.).

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