Teckbotenpokal

Hoch „Ingolf“ beschert einen Start nach Maß

Turnierauftakt Hochsommerliche Temperaturen prägen den ersten Spieltag, an dem 2 270 Zuschauer die zwölf Vorrundenbegegnungen in Weilheim verfolgen.

Volles Haus in Weilheim: Zu den zwölf Auftaktpartien am gestrigen Sonntag strömten über 2000 Zuschauer, die nicht nur auf der Ha
Volles Haus in Weilheim: Zu den zwölf Auftaktpartien am gestrigen Sonntag strömten über 2000 Zuschauer, die nicht nur auf der Haupttribüne nach Schattenplätzen suchten.

Irgendwann wurde es selbst dem Turnierchef zu heiß. „Das brauche ich jetzt als Abkühlung von innen“, lachte Günther Friess, als er am frühen Nachmittag mit einem Eis bewaffnet vom Festzelt zurück Richtung Turnierleitung stapfte.

So wie dem für den sportlichen Part beim Teckbotenpokal verantwortlichen Mann („zehn Grad weniger hätten auch gereicht“) ging es gestern wohl jedem der 2 270 Zuschauer, die den Auftakt verfolgten: Hochdruckgebiet „Ingolf“ bescherte der 56. Auflage des Vorbereitungsturniers mit Temperaturen jenseits der 30 Grad ohne ein Wölkchen am Weilheimer Himmel wettertechnisch einen Auftakt nach (Sauna-)Maß. „In Sachen Getränkeumsatz ist das für uns natürlich super“, freute sich Pit Bauer, Orgachef des Wirtschaftsbetriebs

Prominentester Mann am Zapfhahn war dabei Oliver Schraft: Der Mediendirektor des VfB Stuttgart aus Jesingen, dessen Sohn in der Weilheimer Jugend kickt, leistete brav seinen Arbeitsdienst ab, bevor er den „Roten“ am heutigen Montag ins Trainingslager nach Grassau hinterherreist.

Drei Teams mit Siebenerpack

Während der VfB am Chiemsee für die kommende Bundesligarunde schwitzt, präsentierten sich bei den Lokalamateuren in Weilheim vor allem zwei Teams in beachtlicher Frühform: Der TV Neidlingen (7:0 gegen den TSV Schlierbach) und der gastgebende TSVW (7:1 gegen Owen) untermauerten mit ihren torreichen Erfolgen ebenso ihre Turnieransprüche wie die beiden Bezirksligavertreter VfL Kirchheim (3:0 gegen Jesingen II) und SF Dettingen (3:0 über Neidlingen II) sowie Titelverteidiger TSV Deizisau (3:1 gegen die SGOH).

Nicht minder bemerkenswert allerdings der 7:0-Kantersieg des SV Nabern über den TSV Notzingen II, durch den der SVN nicht zuletzt seine Fans in Weilheim bestätigte: TSVW-Abteilungsleiter Paul Schrievers hat die Naberner im Turnierheftle als Sieganwärter vorhergesagt. „Die sind mein Geheimtipp, weil sie einen brutal guten Zusammenhalt und gute Qualität im Kader haben“, lobt Schrievers, der über den Lokalrivalen vom Oberen Wasen bestens informiert ist. Seine beiden jüngeren Zwillingsbrüder Max und Carlo schnüren für den SVN die Kickstiefel.

Was der Auftakterfolg wert ist, wird sich für die Naberner spätestens heute Abend zeigen: Der A-Ligist kann mit einem Sieg im zweiten Vorrundenspiel gegen den TSV Schlierbach (Anpfiff: 19.50 Uhr) bereits einen großen Schritt Richtung Zwischenrunde machen. Der Favoritenstatus des SVN wird durch die Personalprobleme des Gegners geschürt: Schlierbachs Coach Cesare D‘Agostino klagt über Verletzte und Urlauber.

Ein Ex-Weilheimer schießt Oberensingen ins Glück

Michele Latte hat der TSV Oberensingen den Sieg beim Sennerpokal-Turnier der Nürtinger Zeitung beschert. Im Endspiel gestern Nachmittag in Wolfschlugen gegen Überraschungsfinalist TSV Grötzingen verwandelte der ehemalige Weilheimer Landesligakicker aus Notzingen den entscheiden Penalty im Elfmeterschießen zum 7:6-Erfolg für den frisch gebackenen Landesligaaufsteiger der Turn- und Sportvereinigung. Zuvor hatte Grötzingens Manuel Hausser beim Stand von 6:6 nur den Pfosten getroffen.

Die Oberensinger hatten sich zuvor im Halbfinale mit 3:0 gegen Frickenhausen durchgesetzt, A-Ligist Grötzingen war mit 1:0 über den TV Bempflingen siegreich. Das Spiel um Platz drei gewann Frickenhausen mit 2:1 nach Elfmeterschießen.

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