Teckbotenpokal

Kein Personal: Catanesi sagen Arrivederci

Eklat Der A-Ligist aus Kirchheim hat für die letzten beiden Gruppenspiele nur noch sieben Spieler zur Verfügung und zieht sich deshalb vom Turnier zurück.

Wann kommt der Gegner: Die Spieler des TSV Jesingen II warteten gestern vergeblich auf den AC Catania Kirchheim. Der A-Ligist ha
Wann kommt der Gegner: Die Spieler des TSV Jesingen II warteten gestern vergeblich auf den AC Catania Kirchheim. Der A-Ligist hat sich wegen Spielermangel vom Turnier verabschiedet.

Das Teilnehmerfeld des Teckbotenpokals ist um ein Team ärmer: Der AC Catania Kirchheim hat gestern Mittag angekündigt, mangels Personal nicht zu den beiden letzten Vorrundenspielen gegen den TSV Jesingen II am gestrigen Montagabend und den VfL Kirchheim am morgigen Mittwoch antreten zu können. „Ich hätte nur sieben Spieler gehabt“, klagt Isidro Garcia, der den Trainerposten bei den Catanesi erst vor wenigen Wochen von Michel Forzano übernommen hatte.

Angeschlagene, Urlauber und Schichtarbeiter haben den eigentlich 20 Mann starken Kader des A-Ligisten so stark dezimiert, dass Garcia nach der 0:1-Auftaktniederlage am Sonntag gegen den TSV Weilheim II nichts anderes übrig blieb, als die Reißleine zu ziehen. „Mir tut‘s ehrlich leid, ich hätte viel lieber gespielt, weil der Teckbotenpokal eine super Sache ist“, sagt Garcia zerknirscht, „aber zu siebt bei der Hitze anzutreten, macht absolut keinen Sinn.“

Beim ausrichtenden TSV Weilheim sorgt der Rückzug für Unverständnis. „Das ist eine Sauerei“, schimpft Turnierchef Günther Friess, „man weiß doch vorher, ob man genügend Spieler für ein Turnier hat.“ Ein Vorwurf, den Isidro Garcia nachvollziehen kann. „Dass die Schichtarbeiter fehlen würden, war in der Tat absehbar. Trotzdem haben sie versucht, ihre Schichten noch zu tauschen. Als dann in den vergangenen Tagen noch vier Verletzte hinzukamen, wurde es eben immer enger.“

Nutznießer des Arrivederci sind der TSV Jesingen II und der VfL Kirchheim, die ohne jegliches Schweißvergießen zu jeweils drei Punkten per 3:0-Entscheid kommen. Das 1:0 der Weilheimer vom Sonntag wird kurzerhand ebenfalls in ein 3:0 umgewandelt. Damit wird aus dem Vierkampf in der Gruppe A um die beiden Zwischenrundenplätze kurzerhand ein Dreikampf. Beste Karten hat der VfL, der mit einem Sieg am heutigen Dienstag gegen den TSV Weilheim II bereits neun Punkte hätte - den Sieg am „grünen Tisch“ gegen Catania mit eingerechnet. Die Entscheidung um Platz zwei würde am Freitag im Duell zwischen dem TSV Jesingen II und dem TSV Weilheim II fallen.

Und der AC Catania? Isidro Garcia will sich mit seinen Spielern auf jeden Fall nochmal beim Turnier blicken lassen. „Klar sorgt das für Gesprächsstoff, aber warum sollten wir uns jetzt verstecken? Die Situation ist nun mal, wie sie ist.“

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