Teckbotenpokal

Nicht nur der Schweiß fließt in Strömen

Hitze In Weilheim sind bislang 700 Liter Bier pro Tag über den Tresen gegangen – bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht gerade im Sinne des DRK, das während der Turnierwoche mit 20 Ehrenämtlern vor Ort ist.

Abkühlung tut Not: Wegen der Hitze gab‘s gestern In der Halbzeitpause einen erfrischenden Wassersprinkler.
Abkühlung tut Not: Wegen der Hitze gab‘s gestern In der Halbzeitpause einen erfrischenden Wassersprinkler.

Auch nach drei von acht Turniertagen gibt es außer dem Fußball nur ein Thema in Weilheim: die Hitze. Nachdem gestern am mutmaßlich heißesten Tag des Jahres mit Temperaturen um die 35 Grad ein vorläufiger Höhepunkt erreicht war, soll es im Lauf der Woche nur unwesentlich kühler werden - Sonne satt bis Sonntag.

Vor allem die Helfer an den Getränkeständen sind ob der schweißtreibenden Bedingungen im Dauerstress. „Wir haben am Dienstag von zwei auf vier Zapfhähne erhöht“, sagt Pit Bauer, bei dem die Fäden in Sachen Wirtschaftsbetrieb zusammenlaufen. Vor Beginn des gestrigen Turnierbetriebs hatten die Weilheimer bereits 700 Liter Bier am Tag unter die Leute gebracht. Wie viele antialkoholische Getränke, konnte Bauer nur schätzen. „Allein am Montag war ein ganzer LKW nur mit Wasser da.“

Am durstigsten sind dabei logischerweise die Kicker auf den Plätzen: Zwei Kisten à fünfeinhalb Liter Wasser stellt der TSVW den teilnehmenden Teams pro Partie zur Verfügung. „Wer will, bekommt natürlich auch eine Dritte“, sagt Turnierchef Günther Friess.

Wie wichtig Trinken bei derart hohen Temperaturen ist, betont Rainer Hitzer, der als stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Weilheim für die medizinische Versorgung beim Turnier verantwortlich ist. „Eigentlich sollte man körperliche Anstrengung bei so einem Wetter unterlassen, aber wenn die Fußballer Höchstleistung bringen wollen, sollten sie entsprechend trinken.“

Der DRK-Funktionär aus Neidlingen, trotz seines Nachnamens nicht mit dem TVN-Fußball verbandelt, weiß um die Gefahr der Turnierklientel für einen Hitzekollaps. „Wer abends lange unterwegs ist und Alkohol trinkt, ist da anfälliger.“

Immerhin: Stand gestern Abend mussten er und seine 20 DRK-Kollegen, die während des gesamten Turniers in elf Schichten 140 Stunden ehrenamtlichen Dienst schieben, noch kein Hitzeopfer versorgen.

Zu tun gab‘s trotzdem: Im Spiel des VfL gegen Weilheim II verletzte sich Kirchheims Robin Dürr derart unglücklich am Knie, dass er von den Rotkreuzlern am Spielfeldrand versorgt werden musste. Der 21-jährige VfL-Neuzugang vom FV 09 Nürtingen war ohne Gegnereinwirkung im Rasen hängen geblieben. „Ich hab‘ gehört, wie es einen Schlag getan hat“, so der Unglücksrabe, der mit Verdacht auf Bänderschaden im Knie ins Krankenhaus wurde.

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