Teckbotenpokal

Ohne Rot an die Adria

Scheckübergabe Dank einer Saison ohne jeglichen Platzverweis sahnt der TSV Ötlingen 1 200 Euro Preisgeld bei der Fair-Play-Aktion der Kreissparkasse und des Teckboten ab.

Geldregen: Die Vertreter der drei fairsten Mannschaften aus Ötlingen, Notzingen und Ohmden/Holzmaden freuen sich mit den KSK-Dir
Geldregen: Die Vertreter der drei fairsten Mannschaften aus Ötlingen, Notzingen und Ohmden/Holzmaden freuen sich mit den KSK-Direktoren Michael Malter (oben links) und Dietmar Ederle (oben rechts) über die Siegerschecks.

Ein Jahr lang ohne Rote Karte auskommen - für einen Spieler schon möglich. Philipp Lahm schaffte es in der Bundesliga sogar mal ein Jahr ohne Foul. Aber eine ganze Mannschaft? Gibt‘s auch: Dem TSV Ötlingen ist es gelungen, die vergangene Saison ohne Rote und Gelb-Rote Karte abzuschließen. Der Sieg bei der Fairplay-Aktion von Kreissparkasse und Teckbote war dem A-Liga-Aufsteiger sich. Gestern wurden die Ötlinger im Rahmen des Teckbotenpokals mit den Zweit- und Drittplatzierten, dem TSV Notzingen II und der SG Ohmden/Holzmaden, geehrt. Die drei Teams durften sich über Preisgelder in Höhe von 1 200 (TSVÖ), 800 (TSVN II)und 500 (SGOH) Euro freuen.

Gerade für die Ötlinger ist diese Auszeichnung nicht selbstverständlich, geht sie doch normalerweise an Teams aus dem Tabellenmittelfeld oder unteren Drittel. Meistertrainer Benedetto Savoca sieht jedoch gerade im Ötlinger Erfolg einen Grund für die Fairness seiner Mannschaft: „Wir sind oft in Führung gegangen, dann hatten wir es nicht nötig, noch Fouls zu begehen. Das hat es uns auch erlaubt, vorgewarnte Spieler auszuwechseln.“

Nach dem Meister-Coup gönnte sich die Mannschaft eine etwas größere Feier: Das ganze Team fuhr mit drei Kleinbussen in den Badeort Cattolica an der Adria-Küste. „Das wäre normalerweise nicht möglich gewesen, der Verein hat uns da finanziell unter die Arme gegriffen. Deswegen möchten wir etwas zurückgeben und einen Teil des Preisgeldes dem Verein überlassen“, so Savoca.

Auch in Notzingen ist man stolz über den Fair-Play-Preis: „Das ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir von unserem früheren Image weggekommen sind“, sagt Michael Panknin, Trainer der ersten Mannschaft. Seit zwei Jahren baut er mit Peter Müller, der seit einem Jahr die „Zweite“ trainiert, ein neues Team auf. „Wir legen Wert auf Fairness, haben Störenfriede abgegeben und verpflichten nur noch Spieler, die ein Probetraining bei uns absolviert haben“, erläutert Panknin.

„Die Jungs werden bestimmt Party machen und alles in Alkohol umlegen“, witzelt Marius Remmler, Abteilungsleiter der drittplatzierten SGOH. „Natürlich geht das Geld in die Mannschaftskasse“, beteuert er. „Das letzte Mal haben wir uns Polo-Shirts gekauft.“ Die Spielgemeinschaft hatte den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen.

Anzeige