Teckbotenpokal
Dem Torhunger kann der Regen nichts anhaben

Turnierstart Obwohl es fast den ganzen Sonntag über geregnet hatte, verfolgten knapp 1 000 Zuschauer die zwölf Auftaktpartien, in denen 64 Treffer fielen. Von Peter Eidemüller

Teckbotenpokal ist, wenn‘s trotzdem Spaß macht - getreu dieses Mottos haben sich Kicker, Zuschauer und vor allem die Verantwortlichen des TV Neidlingen die Laune am verregnesten Turnierauftakt seit Jahren nicht vermiesen lassen. Wetterkundige Anwohner hatten am späten Sonntagabend gemeldet, dass Petrus binnen 24 Stunden 50 Liter Wasser pro Quadratmeter ausgeschüttet hatte. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel fallen in Neidlingen im gesamten Juli 119 Liter.

„Klar ist das bitter“, sagte Marlon Lamour, beim Turnier für die wirtschaftliche Gesamtorganisation verantwortlich, „aber beim Wetter kann man eben nichts machen. Dafür man muss den Fußballfans zugute halten, dass sie trotzdem so zahlreich gekommen sind.“ Obwohl es bis auf wenige kurze Unterbrechungen den ganzen Sonntag über geregnet hatte, zählten die Neidlinger immerhin 1 000 Zaungäste.

Dem Torhunger der 24 teilnehmenden Teams tat der Regen ohnehin keinen Abbruch, im Gegenteil: 64 Treffer in zwölf Partien lassen aller Wetterunwägbarkeiten zum Trotz auf eine torreiche Turnierwoche hoffen.

Sportliche Fingerzeige gab es dabei mehr als genug. So musste der TSV Weilheim nach dem überraschenden 1:2 gegen die zwei Klassen tiefer angesiedelte TG Kirchheim erkennen, dass das Unternehmen Titelverteidigung kein Zuckerschlecken wird, zumal sich gestern bereits ernsthafte Kandidaten für den Sieg bei der 57. Turnierauflage herauskristallisiert haben. Allen voran der VfL Kirchheim, der nicht nur wegen seines 9:0-Schützenfestes gegen den TSV Gruibingen für Aufsehen sorgte. Der Bezirksligist präsentierte sich bemerkenswert ballsicher und gut organisiert. Nutznießer Nummer eins: Stürmer Felix Hummel, dem allein fünf Treffer gelangen.

Gastgeber TV Neidlingen, Kraft seiner Bezirksligazugehörigkeit ebenfalls einer der Favoriten, tat sich bei seinem Auftakt schwer. Nach 0:1-Rückstand und gelb-roter Karte gelang dem TVN gegen den TSV Owen noch ein hart erkämpfter 4:1-Sieg. „Wir waren nervös und übermotiviert, haben uns das Leben selbst unnötig schwer gemacht“, befand Spieler Steffen Kuch, als Abteilungsleiter der Fußballer auch für den reibungslosen Ablauf in Sachen Spielbetrieb beim Turnier verantwortlich.

Dieser wurde wegen des Regens gestern gleich mal durcheinander gebracht. Aus Sorge um den Rasen wurde das letzte Spiel des Tages zwischen der SGOH und dem TSV Obere Fils vom Neben- auf den Hauptplatz verlegt, was zu einer knapp halbstündigen Verzögerung im Zeitplan führte. Immerhin: Zu dem Zeitpunkt hatte der Regen weitestgehend nachgelassen, was auch bei den Neidlingern für Optimismus sorgte. Vor allem bei Pressewart Stefan Hummel. „Wenn die Affen klettern, wird das Wetter wieder besser“, konnte er sich nicht verkneifen, als Teckbote-Mitarbeiter Helge Waider die Treppe zum Turnierleiter-Container hinaufgestiegen war.