Teckbotenpokal

Felix Magath kommt nach Jesingen

Teckbotenpokal Der Fußball-Promi wird am Freitag, 7. Juni, mit Gabriele Armbruster die Gruppenauslosung vornehmen.

Felix Magath kommt zur Teckbotenpokal-Auslosung. Foto: Felix Pöhland

Kirchheim. Nein, es handelt sich nicht um einen verspäteten Aprilscherz. Die Auslosung der Vorrundengruppen des 60. Teckboten-Pokalturniers sowie des vorgeschalteten „Legenden“-Turniers wird am kommenden Freitag ab 17.30 Uhr in der Jesinger Gemeindehalle nicht nur Ortvorsteherin Gabriele Armbruster vornehmen. Es wird ein wenig opulenter: Der Verwaltungschefin zur Seite stehen wird mit Felix Magath ein echter Fußball-Promi.

Der langjährige Bundesligaspieler, 43-malige Nationalspieler und international anerkannte Pro-Lizenz-Trainer mit sportlicher Vergangenheit – unter anderem auch beim VfB Stuttgart – kommt auf Vermittlung von Oliver Schraft in den Kirchheimer Teilort. Schraft, der in Jesingen wohnt, war einst Kommunikationschef am Wasen und in Wolfsburg. Mit Magath verbindet ihn seit den gemeinsamen beruflichen Aktivitäten eine Freundschaft, die durch gegenseitige Besuche aufrecht erhalten wird. Und der Fußballlehrer Magath hat auch am Wasen nach wie vor gute Freunde.

Rückblende: Samstag, 13. Mai 2001, Nachspielzeit im Daimler-Stadion im vorletzten Bundesliga-spiel gegen Schalke 04. Es steht 0:0 und der VfB muss unbedingt gewinnen, wenn er den drohenden Abstieg verhindern will. Krassimir Balakov schießt aus 25 Metern aufs Tor. Hajto schlägt den Ball weg – genau in den Lauf von „Bala“. Der reagiert sofort mit einem satten Linksschuss aus 18 Metern. Unhaltbar für Reck saust die Kugel zum 1:0 ins Schalker Netz. Die Stuttgarter sind gerettet und der Ballzauberer aus Bulgarien strahlt: „Dieses Tor ist auch ein Dankeschön an meinen Trainer, der mir hundert Prozent Rückendeckung gegeben hat.“ Felix Magath gibt die „Blumen“ zurück: „Es freut mich für Bala, dass ausgerechnet er das entscheidende Tor geschossen hat.“ Es war ein kritischer Seitenhieb auf seinen Vorgänger Ralf Rangnick, bei dem Balakov wiederholt auf der Ersatzbank geschmort hatte.

Neben Balakov war der zweite von den Schwaben gefeierte Retter eben jener Mann am Kommandostand: Felix Magath. Der Trainer, war aufgespürt und verpflichtet worden vom damaligen Sportchef Rolf „Rolli“ Rüssmann. Der wusste: „Felix ist ein Mann mit Erfahrung im Abstiegskampf. Wind- und wettergegerbt. Einer, der vor allem auf seine Mannschaft schaut und sich nicht nur nach dem Gegner richtet.“ Magath erkannte sofort, was den Jungs fehlte: Eine harte Hand. So wurde aus Felix im Training ein „Quälix“. Die Erfolge in den folgenden drei Jahren seiner Tätigkeit beim VfB gaben ihm recht: Platz acht nach der Rettung, die Vizemeisterschaft 2003 und Rang vier vor dem Wechsel 2004 zu Matthias Sammer.

Am Freitag gibt es in der Gemeindehalle eher leichte Arbeit für Felix Magath: 30 Kugeln gilt es zu öffnen – 24 für das Aktiventurnier und derer sechs für die „Legenden“. Vor und nach der Auslosung wird es, so TSV-Fußballvorstand Sven Andler, Gelegenheit für „meet and greet“-Schnappschüsse geben. tim/ks