Der Teckbote hat sich umgehört: Meinungen gehen auseinander – Vorteile beim Reisen, aber „alles ist teurer geworden“
Manche Menschen sehnen sich nach der D-Mark zurück

Wie stehen die Menschen aus der Region rund um die Teck zum Euro? Der Teckbote hat in der Kirchheimer Fußgängerzone Stimmen eingefangen.

Kirchheim. „Ich finde es toll, dass der Euro eingeführt wurde“, schwärmt Peter Reicherter aus Kirchheim. Denn das Reisen innerhalb Europas sei viel einfacher geworden, seitdem

Umfrage 10 Jahre Euro
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man die Währung nicht mehr umtauschen muss. Für viele Menschen sei der Euro in den ersten Jahren jedoch mit gewissen Schwierigkeiten verbunden gewesen, hat der 55-Jährige beobachtet, der auf dem Kirchheimer Markt regelmäßig mit einem Gemüse- und Obststand vertreten ist. Auch heute habe er noch Kunden, die stets in Mark umrechnen.

Zu Beginn der Euro-Einführung seien die Preise für Obst und Gemüse teurer geworden, erinnert sich der Kirchheimer. „Das haben wir auch vom Einkaufspreis her gespürt. Aber mittlerweile hat es sich eingependelt.“

Ganz anderer Meinung ist hingegen Sergio Cammarota aus Kirchheim: „Man hätte den

Umfrage 10 Jahre Euro
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Euro nicht einführen sollen. Jedes Land hätte seine Währung behalten sollen.“ Die Preise seien durch die europäische Währung in die Höhe geschnellt, die Gehälter jedoch seien gleich geblieben. Die Mieten seien teurer geworden, die Lebensmittel und, und, und. „Ich wünsche mir die Mark und die Lire zurück“, konstatiert der 54-Jährige.

Auch Gisela Geffers aus Wendlingen ist keine Anhängerin des Euro. „Alles ist teurer

Umfrage 10 Jahre Euro
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geworden, und für die Rentner wurde das Geld halbiert“, klagt die 74-Jährige. Freilich habe der Euro auch Vorteile mit sich gebracht, zum Beispiel beim Reisen. „Das nutzt mir aber nichts, weil ich mir das Reisen nicht mehr leisten kann“, sagt die Wendlingerin, die noch immer in Mark umrechnet und sich nach ihr zurücksehnt.

„Die Einführung des Euro war sinnvoll, weil unsere Wirtschaft stark profitiert. Unser Export

Umfrage Euro - Norbert Nšpel
Umfrage Euro - Norbert Nšpel
boomt ohne Ende“, betont indes Norbert Nöpel aus Kirchheim. Außerdem sei beim Urlaub innerhalb Europas vieles einfacher geworden. Dass der Euro ein „Teuro“ ist, will der 50-Jährige nicht gelten lassen. „Es hätte mit der D-Mark genauso Preissteigerungen gegeben. Man macht es sich damit ein bisschen zu einfach.“

„Hurra, Hurra“, jubelt Reiner Weichert, wenn man ihn auf den Euro anspricht. Und das

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meint der Kirchheimer keineswegs ironisch. Die Währung habe Europa zusammengebracht. Außerdem sei er früher beruflich viel in Europa unterwegs gewesen und habe so die positiven Auswirkungen des Euro gespürt. Durch die Währungsumstellung seien die Preise keineswegs in die Höhe geschnellt, betont der 61-Jährige. „Es gibt Produkte, die teurer, aber auch solche, die billiger geworden sind.“

Fotos: Jean-Luc Jacques