Kirchheim. Das Geld stammt aus dem Beitrag des Vereins zum 1050-Jahr-Jubiläum Kirchheims im vergangenen Jahr. Dafür hatten Jugendliche von Schulen der Stadt im Auftrag des Eine-Welt-Vereins kleine Tüten mit Mango-Äffchen von Preda aus dem Weltladen an Passanten in der Fußgängerzone verteilt und um Spenden gebeten. Das dabei und durch viele Freunde des Weltladens zusammengekommene Geld spendete der Verein gezielt für den Schutz der Kinder auf den Philippinen.
Gleichzeitig berichtet Pater Cullen aus Südostasien über einen großen Erfolg der philippinischen Behörden im Kampf gegen Kinderprostitution. Ein Gericht auf der Insel Mindanao verurteilte vor wenigen Tagen zwei 31 und 35 Jahre alte Männer aus Schweden zu lebenslangen Haftstrafen wegen Menschenhandels und des Betreibens eines Kindersexrings im Internet. Die drei einheimischen Helfer der Männer wurden zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt. Die jetzt Verurteilten hatten mit Webkameras Sexspiele junger Frauen aufgenommen und diese live übers Internet verkauft.
Die Nachrichtenagentur AFP zitiert den Vorsitzenden Richter des Strafverfahrens, Nelison Salcedo, mit den Worten, das Urteil stelle einen Meilenstein in der philippinischen Rechtsprechung dar: Erstmals habe ein Gericht jemanden wegen seiner Verwicklung in Sex-Vergehen im Internet verurteilt.
Der Kirchheimer Eine-Welt-Verein freut sich, dass er mit seiner Spende den Einsatz von Preda für Kinderrechte unterstützen kann. „Mango Monkeys“, Fruchtgummis in der Form kleiner Äffchen, produziert Preda mit Saft, den Mangobäume von den Philippinen liefern. Die Fairhandels-Genossenschaft dwp aus Ravensburg sorgt dafür, dass die Fruchtgummis in deutschen Weltläden erhältlich sind.pm
