Ohmden. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Ohmden fand der Kreispokalwettbewerb in den Ohmdener Bergwald-Sportanlagen statt. An den Start gingen 37 Mannschaften der Altersklassen 10 bis 14 Jahre und 17 Mannschaften der Altersklassen 15 bis 18 Jahre. „Die Jugendfeuerwehren bilden ihre eigenen Teams. Es gibt aber auch Mannschaften, in denen verschiedene Jugendfeuerwehren zusammen sind“, sagte Uwe Steck, Betreuer der Kreisjugendfeuerwehr Esslingen. „So wollen wir das gemeindeübergreifende Arbeiten und die Kameradschaft fördern.“
Die jüngere Altersklasse bildete jeweils ein Team mit einer Mannschaftsstärke von vier Personen. Sieben Stationen mussten die 10- bis 14-Jährigen absolvieren. So galt es zum Beispiel, einen schnellen und richtigen Knoten zu binden. Außerdem mussten die Teilnehmer beim „Schlauchkegeln“ darauf achten, einen C-Schlauch so weit wie möglich zu werfen. Zuvor hatten die Spieler die Schläuche selbst gewickelt.
Beim „Zielwurf“ mussten die Teams einen geschlossenen Leinenbeutel auf markierte Punktringe werfen, was Genauigkeit und Kraft voraussetzte. Beim „Ball-Rollen“ spielte vor allem Schnelligkeit eine Rolle: Drei Kameraden spannten zwei Leinen zu einer schiefen Ebene, der vierte Spieler setzte einen Ball auf die Leinen und ließ ihn die markierte Strecke nach unten rollen. „Reifen-Rollen“ und „Kübelspritze“ waren weitere Stationen, die die Teams mit Bravour meisterten. Sieger in der jüngeren Altersklasse war die Jugendfeuerwehr Esslingen.
„In der Altersklasse 15 bis 18 Jahre geht es schon mehr zur Sache. Hier spielt Technik, Zeit und Genauigkeit eine wichtige Rolle, denn die Jugendlichen sollen auf die Übernahme zur aktiven Wehr bestens vorbereitet sein“, betonte Uwe Steck. Die Mannschaftsstärke bei den Älteren umfasste fünf Personen. Hier gab es sechs Stationen, die alle am Stück absolviert werden mussten. Letztlich wurde die Gesamtzeit gewertet. Neben den Stationen „Saugleitung kuppeln“, „Leinenbeutel-Zielwurf“, „C-Schlauch auswerfen“, „Knoten“ und „C-Schlauch kuppeln“ mussten die Teilnehmer am Ende eine Kriechstrecke bewältigen. Zum dritten Mal in Folge gewann bei den Älteren die Jugendfeuerwehr Kirchheim-Jesingen und konnte damit den begehrten und im Jahr 1999 gestifteten Wanderpokal behalten.
„Die Jugend ist wichtig für das weitere Bestehen der Feuerwehren. Gibt es keinen Nachwuchs, ist der Brandschutz für die Bürger nicht mehr ausreichend gesichert“, verdeutlichte Uwe Steck. Für das vergangene Jahr hat die Kreisjugendfeuerwehr Esslingen eine gute Bilanz vorzuweisen: Über 100 Übernahmen von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr konnten im Kreis verzeichnet werden. „Das sind Zahlen, die uns natürlich sehr freuen. Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich an das Hobby Feuerwehr zu binden“, fügte der Betreuer der Kreisjugendfeuerwehr Esslingen hinzu.
Mittlerweile gibt es sogar eine Kinderfeuerwehr für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Die ganz Kleinen waren beim Kreispokalwettbewerb zwar nicht dabei – aber sie feiern im Juni bereits ihr fünfjähriges Bestehen.
