Schlierbach. Zum Auftakt der Kinderbibeltage stand Baustellenarbeit auf dem Programm. Die Kinder wurden in verschiedene Bautrupps eingeteilt: Maurer, Zimmermänner, Dachdecker, Maler und Elektriker. Jeder Bautrupp erlernte ein passendes Geräusch und die dazugehörige Bewegung: Da wurde Mörtel gerührt und Stein auf Stein gesetzt, die Zimmermänner sägten wie die Weltmeister, die Dachdecker kletterten auf den First und deckten das Dach ein, die Maler strichen rasant hoch und runter und nicht zuletzt standen die Elektriker unter Strom.
Alle Kinder waren voll dabei und lauschten anschließend gebannt dem Maurer-Azubi „Börnie“ im Anspiel. Am Ende dieses Anspiels waren alle neugierig auf die biblische Geschichte, die sich um „Nehemia“ drehte. 450 Jahre vor Christus war Nehemia Mundschenk in Babylon am Königshof. Er war verzweifelt, dass sein Volk vor vielen Jahren aus der Stadt Jerusalem verschleppt worden war und nun die Stadt zerstört und ohne schützende Mauer dalag. Immer wieder bat er Gott um Hilfe, und tatsächlich konnte er eines Tages mit dem babylonischen König reden und sich dann auch mit dessen Wohlwollen, Baumaterial, Baugenehmigungen und eigenen Landsleuten auf den Weg machen, die Mauer wieder aufzubauen. Auch die Schwierigkeiten, die rund um Jerusalem entstanden, meisterte Nehemia mit Gottes Hilfe und schon bald konnte die Mauer eingeweiht werden und das Volk der Juden besann sich wieder zurück auf den Gott, der sie nicht im Stich ließ.
Jeden Tag wurde die Geschichte ein Stück erzählt und mit Rollenspielen, Basteleien und Liedern in altersgerechten Kleingruppen untermauert.
Im ökumenischen Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen bekamen alle Eltern, Gemeindeglieder und andere Interessierte noch einen kleinen Einblick, was die Woche über „aufgebaut“ worden war. pm
