Beuren. Am Samstag, 6. Oktober, um 13 Uhr eröffnen Landrat Heinz Eininger und Regierungsvizepräsident Dr. Christian Schneider das Fest. Am Sonntag dauert das Mostfest von 11 bis 18 Uhr. Erwachsene und Kinder können zupacken beim Waschen, Mahlen und Pressen des museumseigenen Streuobsts. Der frisch gepresste Saft darf probiert werden. Zu genießen gibt es außerdem sortenreine Apfelmoste, feine Schaumweine und aromatische Obstwässer.
Kinder und Jugendliche können nicht nur selbst Saft pressen, sondern Körbe flechten, an einer historischen Seilerbahn Seile drehen und Nistkästen bauen. Erstmals dabei ist eine mobile Bag-in-Box-Abfüllanlage, an der die Verarbeitung der Museumsäpfel bis hin zur Abfüllung des Safts gezeigt wird. Am Sonntag gibt es frischen Apfelkuchen aus dem Backhäusle. An beiden Festtagen sorgt die Museumsgastronomie dafür, dass keiner hungrig bleiben muss.
Praktische Tipps gibt es fürs Baumschneiden und die Pflege von Streuobstwiesen, auch Informationen über Imkerei und Bienenzucht stehen auf dem Programm. Weit über 100 alte Apfel- und Birnensorten sind auf der großen Sortenschau versammelt, die in diesem Jahr vom Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Nürtingen zusammengetragen wurde. Vorgeführt werden neben dem Mosten weitere traditionelle Herbstarbeiten wie Spitzkraut hobeln oder Sensen dengeln.
Das LIFE+-Projekt „Vogelschutz in Streuobstwiesen“ präsentiert sich am 6. und 7. Oktober im Museumsdorf mit sieben Vogelweg-Stationen. Zusammen mit der Stiftung Naturschutzfonds informiert es auch über das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000, bietet ein „Glücksrad“ und stellt die Gewinnerbilder eines Malwettbewerbs für Kinder aus.
Das Museumsdorf liegt inmitten des größten zusammenhängenden Streuobstgebiets Mitteleuropas und gehört zum Biosphärenreservat Schwäbische Alb. Alte Obstsorten und alte Halb- und Hochstammbestände werden hier gehegt.
Da es beim Museum nur eine begrenzte Zahl von Parkplätzen gibt, verkehrt am Sonntag, 7. Oktober, ein kostenloser Pendelbus zwischen den ebenfalls kostenlosen Parkplätzen im Tiefenbachtal an der K 1243 und dem Freilichtmuseum. Der Ausweichparkplatz ist ausgeschildert. Der Bus pendelt am Sonntag von dort ab 10.30 bis 18 Uhr im 20-Minuten-Takt ins Museum.pm
