Der 19-Jährige war gegen 21.40 Uhr einer Streifenwagenbesatzung in der Dettinger Straße in Kirchheim aufgefallen, da er mit seinem Volvo V40 mit entstempelten Kennzeichen unterwegs war. Nachdem der Fahrer die Anhaltesignale ignoriert hatte, setzte sich der Streifenwagen vor den Volvo um ihn in Schlepptau zu nehmen.
An der Abzweigung nach Dettingen bog der Wagen plötzlich nach rechts in Richtung Owen ab. Dabei beschleunigte der Fahrer und schaltete die Fahrzeugbeleuchtung aus, wonach ihn die Streifenwagenbesatzung aus den Augen verlor und die Verfolgung abbrach.
Wie sich wenig später herausstellte, verursachte der Fahrer in der Folge einen Verkehrsunfall, weil der Wagen offenbar immer noch unbeleuchtet auf halber Strecke zwischen Dettingen und Owen auf die Gegenfahrbahn gekommen war. Dabei kam es zur Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Opel Adam, dessen 32 Jahre alter Fahrer keinerlei Chancen hatte, in der Dunkelheit den auf seiner Spur entgegenkommenden Volvo zu erkennen und zu reagieren.
Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn abgewiesen, wobei der Volvo erst rund einhundert Meter nach der Kollision im Acker zum Stehen kam. Der 19-Jährige ergriff nachfolgend zu Fuß in Richtung Dettingen die Flucht. Seine drei Mitfahrer im Alter von 16, 20 und 21 Jahren, die nach derzeitigen Erkenntnissen leicht verletzt wurden, ließ er im Fahrzeug zurück. Alle drei und der ebenfalls leichtverletzte Opel-Fahrer wurden nachfolgend vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
Der 19-jährige Fahrer konnte im Verlauf der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen in Owen vorläufig festgenommen werden. Nachdem sich bei ihm Hinweise auf die Beeinflussung von Rauschmitteln ergaben und auch entsprechende Substanzen bei ihm aufgefunden wurden, musste eine Blutentnahme angeordnet werden. Einen Führerschein besaß er nicht. Da die Eigentumsverhältnisse für das nicht zugelassene und nicht versicherte Fahrzeug noch ungeklärt sind, wurde der Wagen beschlagnahmt. Der 19-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er wurde nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt und wollte selbstständig einen Arzt aufsuchen.
Beide Autos, die nur noch Schrottwert besitzen dürften, wurden von Abschleppdiensten geborgen. Die entstandenen Sachschäden an den Autos werden auf insgesamt rund 30.000 Euro geschätzt. Zur Beseitigung der Fahrzeugtrümmer und der ausgelaufenen Betriebsstoffe war die Straßenmeisterei mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Die Fahrbahn musste bis etwa 1.45 Uhr gesperrt werden. lp

