Kirchheim. Es war ein historischer Moment: Nach rund 23 Jahren hat Karl-Michael Bantlin sein Ehrenamt als Erster Vorsitzender des City Rings, der „Gemeinschaft Kirchheimer Handel“, niedergelegt. Zum Nachfolger wurde Michael Kneile, einer der beiden bisherigen Zweiten Vorsitzenden, gewählt. Sabine Wekerle, ebenfalls Zweite Vorsitzende, zollte Karl Bantlin „größten Respekt“. Seine Hartnäckigkeit und seine Zielstrebigkeit haben den City Ring mehr als zwei Jahrzehnte lang geprägt und vorangebracht, betonte sie.
Wie bei einem Marathon habe er immer sein Ziel vor Augen gehabt: „Alles für den City Ring und alles für die Stadt Kirchheim zu geben.“ Deshalb überreichte sie dem scheidenden Vorsitzenden eine City-Ring-Medaille – „für über 20 Jahre Vorstandschaft“.
Als Ausschussmitglied setzt Karl-Michael Bantlin den Marathon fort: „Ich bleibe im Ausschuss“, versprach er und erwähnte nebenbei, dass er bereits seit 1991 im Ausschuss sitzt. Um hier die Marathondistanz an Jahren zu erreichen, fehlen demnach nur noch neun weitere Jahre.
Weichen für die Innenstadt stellen
Was seine Arbeit und seine Hartnäckigkeit in vielen Dingen betrifft, hatte Karl-Michael Bantlin zuvor noch einmal ein beredtes Zeugnis abgelegt: Immer vom Grundgedanken beseelt, die Kirchheimer Innenstadt weiterhin zu beleben, legte er so manchen Finger in die Wunde. „Wir müssen etwas für die Innenstadt tun. Wir haben drei bis fünf Jahre Zeit, um die entscheidenden Weichen zu stellen.“ Er zählte Themen auf wie Aufenthaltsqualität, die Frequenz in den Seitenstraßen, die Pflasterung, die Außenwerbung, und setzte sich auch für eine „größere Akzeptanz des Autos“ ein, weil in der Realität die meisten Kunden nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Stadt kommen.
Auch der Weihnachtsmarkt brauche einen neuen Anstrich: „Wir hätten lieber keinen Weihnachtsmarkt als den, den wir zuletzt hatten. Teile davon waren sicher gut. Aber das Gesamtkonzept hat nicht gepasst.“
Rückblickend und vorausschauend berichteten die Arbeitskreise über City-Ring-Aktionen zu Ostern oder zu Weihnachten, über die „Glücks-Tage“ Anfang Mai, das Late-Night-Shopping, die verkaufsoffenen Sonntage und die Goldenen Oktobertage. Große Aufmerksamkeit errege auch das Projekt „Gelbe Leitern“. Diese Leitern vor einem Haus verweisen auf ein inhabergeführtes Geschäft.
Große Wertschätzung gab es für den „Kirchheimer Markt“ als Medium für Informationen und Werbung von City-Ring-Mitgliedern. Und auch im abschließenden Fachvortrag über digitales Marketing ging es um Aktivitäten auf allen Kanälen, also durchaus auch über Printmedien, sowie über die Zusammenarbeit mit dem Teckboten als E-Zeitung und auf Social-Media-Kanälen. Andreas Volz

