Farbkonzept
Das rote Rathaus sorgt für rote Köpfe

Kirchheims neues Rathaus am Rollschuhplatz ist noch im Bau, doch die Farbe sorgt schon jetzt für Gesprächsstoff.

Der Verwaltungsneubau, der Ende 2025 fertiggestellt und 2026 eröffnet werden soll, fällt durch seine markante rote Fassade auf. Der kräftige Ton soll einen klaren Akzent im denkmalgeschützten Altstadt­ensemble setzen.

Eine vom Teckboten auf Instagram gestartete Umfrage zeigt, wie gespalten die Meinungen sind: Von insgesamt 1328 Stimmen hielten 62,4% die neue Fassade für „nicht schön“. Rund 18% der Befragten gaben an, dass sie die Farbe schön finden, und 19% stimmten für „ist mir egal“. Besonders deutlich wurde die Kontroverse in den Kommentaren und Nachrichten, die im Anschluss eingingen. Darin reichten die Einschätzungen von überzeugter Zustimmung bis hin zu ausführlichen Begründungen, warum das kräftige Rot als unpassend empfunden wird.

„Ich finde sie mega, das passt zum Rathaus“, heißt es etwa in einer der Zuschriften. Andere Leserinnen und Leser finden klare Worte in die Gegenrichtung: „Absolut geschmacklos“ oder „Wie kann man so eine hässliche Farbe wählen?“ Wiederholt wird der Bau als „viel zu groß“ und „überteuert“ bezeichnet. Auch von „Geldverschwendung“ ist die Rede. Die Befürworter halten dagegen: „Ich finde es schön, modern und auffällig!“ Gerade das kräftige Rot sei ja der Punkt, der dem Gebäude so viel Charakter gebe.

Die rote Fassade ist Teil eines klaren Farbkonzepts. Mit dem kräftigen Ton soll der Neubau bewusst vom Fachwerk der Altstadt abgesetzt werden. Die Bezeichnung „Rotes Rathaus“ bezieht sich daher ausschließlich auf die markante Farbwahl – und macht die Farbe selbst schon jetzt zum Stadtgespräch.