Kirchheim. Mit Workshops, Vorträgen, Ausstellungen und Diskussionsformaten setzt das Kirchheimer Bündnis für Demokratie und Menschenrechte in den kommenden Monaten zahlreiche Akzente rund um Demokratie, Menschenrechte und den Umgang mit Rechtsextremismus. Am 17. März wird das Bündnis im Rahmen des Antirassismus-Tags am Ludwig-Uhland-Gymnasium einen Workshop „Jugendliche und Rechtsextremismus“ mit Neutklässlern durchführen. „Sprechen & Zuhören“ nennt sich ein Dialogformat, das vom Verein „Mehr Demokratie“ entwickelt und vorgestellt wird. Menschen mit sehr kontroversen Standpunkten zu einem aktuellen Thema können am 17. März erproben, wie trotz großer Differenzen ein konstruktives Gespräch geführt werden kann.
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus folgt am 26. März die erste Demokratiekonferenz des Bündnisses. Neben einer Analyse der Landtagswahlergebnisse sind in Kirchheim lebende Menschen mit Migrationshintergrund zu einem Gespräch eingeladen.
Am 14. April spricht der Staatsrechtler Markus Ogorek von der Universität Köln zum Thema „Die AfD wird stärker – auch in Baden-Württemberg. Wie gehen wir damit um? AfD-Verbot: pro – contra“. Am 15. April diskutiert Ogorek mit Schülerinnen und Schülern der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule. Am Samstag, 9. Mai bietet das Bündnis einen ganztägigen Workshop „Handlungs- und Argumentationstraining zum Umgang mit rechten Parolen“ an.
Im Frühjahr oder Herbst soll die Fotoausstellung „Kein Land in Sicht. Zehn Jahre zivile Seenotrettung“ des Fotografen und Journalisten Chris Grodotzki gezeigt werden. Eine „Lange Nacht der Demokratie“ wird am Freitag, 2. Oktober, gefeiert. Im Mehrgenerationenhaus Linde und auf dem Platz der kleinen Freiheit werden musikalische und kulturelle Angebote präsentiert. Tags darauf, am 3. Oktober, sollen im Kommunalen Kino Kirchheim Filme zum Thema Demokratie gezeigt werden. Die zweite Demokratiekonferenz des Jahres ist für den 22. Oktober vorgesehen. Am 10. November stellt der Ordensmann, Priester und Autor Andreas Knapp sein Buch „Atlas der unbegangenen Wege“ vor und berichtet aus seinem Leben.
Am 30. November beteiligt sich Kirchheim an der weltweiten Aktion Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe. Als sichtbares Zeichen wird die Martinskirche von 17 bis 21 Uhr blau illuminiert. In Kooperation unter anderem mit Amnesty International, AK Asyl, der Flüchtlingshilfe der Bruderhausdiakonie, der evangelischen Kirchengemeinde, der Stadt Kirchheim, den Omas gegen Rechts und dem Kommunalen Kino Kirchheim ist im Anschluss eine Filmvorführung zum Thema Todesstrafe geplant.
Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember referiert der Theologe Franz Segbers zum Thema „Die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte – Grundlage einer christlichen Wirtschaftsethik und einer Ökonomie, die dem Leben dient“.
Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.buendnis-kirchheim.de. pm

