Vor der spektakulären Kulisse der Schwäbischen Alb verwandeln angesagte Tributebands und ein vielseitiges Rahmenprogramm den Segelflugplatz Hahnweide in ein Open-Air-Festivalgelände: So lautet das Konzept des Sonnenrot-Festivals, und es funktioniert offensichtlich: Sonst gäbe es wohl keine vierte Ausgabe, die von Freitag, 25. Juli, bis Sonntag, 27. Juli, in Kirchheim stattfindet.
Neu ist in diesem Jahr, dass das „Sonnenrot“ statt vier Tage nur noch drei Tage läuft. „Wir haben gesehen, dass der Donnerstag nicht so angenommen wurde“, erklärt Christian Eckhardt alias Chris Sonaxx, einer von drei Organisatoren. Ebenfalls neu sind die Startzeiten: Es geht immer erst um 17 Uhr los statt am frühen Nachmittag wie in den vergangenen Jahren. Das sei gerade im Sommer von Vorteil.
Uns ist ein volles Festival lieber, als 100 Leute vor Bühne stehen zu haben.
Christian Eckhardt vom Festival-Organisationsteam über die konstant moderaten Preise.
Die Veranstalter müssen außerdem die Kosten im Blick behalten, denn die steigen beständig bei dem hohen Aufwand. „Der Aufbau dauert etwa dreieinhalb Tage“, sagt Christian Eckhardt. Hinzu kommen die Besonderheiten des Hahnweide-Areals. Der Strom muss via Starkstromkabel vom Trafohäuschen am Flugplatz geholt werden, und auch der Wasseranschluss für die Toiletten ist aufwendig. „Wir verlegen dafür einen 250 Meter langen Feuerwehrschlauch“, erklärt Christian Eckhardt.
Dennoch werde die Nutzung des Toilettenwagens komplett umsonst sein. Wichtig sei ihnen auch gewesen, trotz allem die Preise moderat zu halten. „Uns ist ein volles Festival lieber, als 100 Leute vor der Bühne stehen zu haben“, sagt Christian Eckhardt.
„Black Ice“ neu dabei
Nicht gespart wurde auch bei den Acts. Zum Auftakt gibt es Musik der britisch-australischen Rocklegenden von AC/DC. Die Tributeband heißt „Black Ice“, spielt am Freitag, 25. Juli, und ist zum ersten Mal in Kirchheim. Als lokale Vorband kommt die Köngener Band „Met On Monday“ auf die Bühne. Die vier Jungs haben 2024 den Bandcontest des Sonnenrot-Festivals gewonnen.
Fans von „Coldplay“ dürfen sich auf Samstag, 26. Juli, freuen. Dann spielen die „Locals“ von „Viva La Vida“, die auch hinter der Orga des gesamten Festivals stecken. Als Vorband tritt Nagomi auf. Die Stuttgarterin glänzt mit einem Mix aus Soul, R ’n’ B und Hip-Hop und vereint orientalische Klänge mit den Retro-Sounds der 90er- und 00er-Jahre in ihrer Musik. Als „Newcomerin des Jahres“ wurde sie 2023 bei „Sound of Stuttgart“ ausgezeichnet.
Vor ihr spielt Nuria Noba. Die Pianistin und Bratschistin verbindet in ihren Kompositionen Pop, Jazz, Hip-Hop und Rap.
Sonntag: Planet Floyd und Ricky
Fans von Pink Floyd sollten sich Sonntag, 27. Juli, vormerken. Dann spielen „Planet Floyd“ die Hits der legendären Rockband („The Wall“). Als Vorband tritt Sänger Ricky Vicente auf. Nicht erst seit seinem Duett mit Nico Santos in der Porsche-Arena in Stuttgart begeistert er mit kreativen Live-Auftritten. Mit Loop-Stations und Gitarre erschafft er als Solo-Künstler Live-Sound wie eine Band.
An den drei Festivaltagen wird den bis zu 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern aber nicht nur eine imposante Festivalbühne mit abwechslungsreicher Musik geboten. Eine gemütliche Zeltstadt mit Sitzgelegenheiten sowie eine Chill-out-Area mit Liegestühlen und kühlen Getränken laden zum Verweilen ein. Zum kulinarischen Rahmenprogramm gehören frisch gezapftes Bier und Leckereien von sechs Foodtrucks mit Burger, Roter Wurst, mongolischem Barbecue oder holländischen Poffertjes sowie regionale Verkaufsstände. Als besonderer Clou steht ein „Cooling Pavillon“ auf dem Festival-Gelände: Darin wird aus mehreren Düsen Wasser versprüht – gerade bei heißen Temperaturen wird das eine willkommene Abkühlung bringen. „Da freuen sich auch die Kids“, weiß Christian Eckhardt aus Erfahrung.

Tage und Uhrzeiten
Freitag, 25. Juli: Einlass um 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr mit Met On Monday. Ab etwa 19.30 Uhr: Black Ice
Samstag, 26. Juli: Einlass um 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr mit Nagomi. Ab etwa 19.30 Uhr: Viva La Vida
Sonntag, 27. Juli: Einlass um 17 Uhr, Beginn 18 Uhr mit „Ricky“, danach spielen ab ca. 19.30 Uhr Planet Floyd
Einritt: Tagesticket 8 Euro, Festival-Ticket (an allen Tagen gültig): 18 Euro, Karten gibt es unter: www.diginights.de und an der Abendkasse. Es gibt kostenpflichtige Parkplätze vor Ort.
Infos unter www.sonnenrot-festival.de. Hier gibt’s den Trailer zum Festival zu sehen.

