Kirchheim
Ein SWR-Fernsehteam war für die Serie „Sonja in Kirchheim“ mit der Kamera unterwegs

Dreharbeiten Das dreiköpfige SWR-Fernsehteam um Sonja Faber-Schrecklein hat Kirchheim auf seinen Wohlfühlfaktor hin unter die Lupe genommen. Von Debora Schreiber

Sonja Faber-Schrecklein ist mit einem SWR-Filmteam für die Landesschau in Kirchheim unterwegs. Foto: Carsten Riedl

Dick eingepackt ist das SWR-Trio an diesem leicht regnerischen Donnerstag im Februar, als es sich in Kirchheim trifft. Mit Mützen und dicken Pullis sind zumindest der Kameramann, Axel Stosch, und Darius Wittek, der
 

Behandle dein Team gut, dann behandelt es dich gut.
Sonja Faber-Schrecklein
Bei dem SWR-Trio klappt es nur Hand in Hand.

 

Tontechniker, ausgestattet. Reporterin Sonja Faber-Schrecklein ist hart im Nehmen – eine Mütze kommt für sie nicht infrage: Das liegt nicht etwa daran, dass sie vor der Kamera besonders schick sein möchte, ganz im Gegenteil – wald- und wiesentauglich müsse es sein. Gegen die Mütze spricht vielmehr: das Kratzen.

Ort des Geschehens oder besser gesagt – Drehort – ist heute die Metzgerstraße in Kirchheim. Trotz schlechten Wetters ist die Stimmung gut. Kein Wunder, mit einer frischen Butterbrezel in der Hand. Auf den Stühlen des „MetzgerZehn“ hat es sich das Trio zur Lagebesprechung bequem gemacht. Als es nach einigen Minuten noch keine Brezel gegeben hatte, fragte Axel Stosch in gespielter Empörung nach. Sofort hatte Sonja Faber-Schrecklein sie wie bei jedem Dreh aus der Tasche gezogen. „Behandle dein Team gut, dann behandelt es dich gut“, erklärt sie die Situation. 

Seit November vergangenen Jahres ergänzt Darius Wittek den SWR und kann sich bislang nicht beklagen: „Man kommt viel rum, das macht Spaß.“ Man merkt, hier stimmt die Chemie. „Wenn es keinen Spaß machen würde, würden wir es nicht machen“, sagt Axel Stosch, der seit 35 Jahren als Kameramann tätig ist. 

 

Eine Stadt zum Wohlfühlen

Rund zwei Wochen war das Team in Kirchheim unterwegs. Grund dafür: Eine Umfrage in der Region Stuttgart hat gezeigt, dass Kirchheim eine Wohlfühlstadt ist – das möchte der SWR im Rahmen der Serie „Sonja in...“ näher beleuchten. Einen extra Zwischenstopp gibt es in der Metzgerstraße. Sie und die inhabergeführten Geschäfte dort bilden einen der fünf Themenpunkte der Sendung. Das Team will herausfinden, wie die Geschäfte die einst eher unauffällige Straße gestaltet haben.

Die Dreharbeiten beginnen in dem Bekleidungsgeschäft „KaBine03“. Die Inhaberin Katja Dongus verrät: „Als ich die Anfrage vom SWR bekommen habe, war mein erster Gedanke: ,Oh Gott, muss ich da was sagen?‘ “ Den ersten Kontakt gab es drei, vier Wochen vor dem Dreh. Ein paar Telefonate und eine Ortsbegehung später, schon fiel die metaphorische „Regieklappe“ zum ersten Mal. Nachdem das SWR-Team zusammengepackt hatte, meint Katja Dongus: „Ich war sehr aufgeregt, aber es hat großen Spaß gemacht. Die Stimmung war locker und alle waren sehr nett.“ 

„Mein Gegenüber ist bei mir immer König. Ich möchte alle meine Protagonisten gut dastehen lassen, aber natürlich auch authentisch“, sagt Sonja Faber-Schrecklein. Ihr Geheimnis: Die Menschen müssten sich wohlfühlen. In diesem Punkt kann die SWR-Reporterin auf ihren 33-jährigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Eines ihrer wichtigsten Hilfsmittel sei ihr Dialekt. Der schaffe Vertrauen und verhindere, dass ihr Gegenüber in gestelztes Hochdeutsch verfalle. Er nehme den Druck und schaffe Nähe.

 

Der Tontechniker, Darius Wittek (links), und Kameramann, Axel Stosch, machen das Trio komplett.  Foto: Carsten Riedl

 

Klare Aufgabenverteilung

„Bei uns hat jeder seine Aufgabe, jeder hat seine Kompetenz und jeder bringt sich ein“, sagt Faber-Schrecklein. Der Kameramann mache die Bilder, der Tontechniker den Ton und sie sei für den Inhalt verantwortlich. Für die einzelnen Szenen müssten sie sich absprechen, und das funktioniere sehr gut. „Meine Kollegen merken eigentlich immer sehr schnell, dass ich ein Teamplayer bin und dass ich ihnen und ihren Fähigkeiten vertraue.“ Da komme jeder aus sich raus und könne seine Arbeit gut machen. „Gelacht wird bei uns natürlich auch viel.“ Die Fahrt zum Drehort werde gerne genutzt, um sich privat auszutauschen.

Die Sendereihe „Sonja in Kirchheim“ ist von Montag, 4. März, bis Freitag, 8. März, in der Landesschau „im Dritten“ zu sehen.