Gefahr
Freibad Kirchheim: Kind muss wiederbelebt werden

Im Planschbecken hat sich am Sonntagabend ein Badeunfall ereignet. Die Zweijährige ist im Krankenhaus.

Das Kirchheimer Freibad am Sonntagabend kurz nach Schließung. Foto: Antje Dörr
Das Kirchheimer Freibad am Sonntagabend kurz nach Schließung. Foto: Antje Dörr

Kirchheim. Riesenschreck am Sonntagabend rund zwei Stunden vor Schließung des Kirchheimer Freibads: Ein kleines Mädchen muss von Ersthelfern wiederbelebt werden, nachdem es offenbar unbemerkt ins zirka 45 Zentimeter tiefe Planschbecken gelangt ist. Kurz nach 18.30 Uhr sei in der Integrierten Leitstelle der Notruf aus dem Bad eingegangen, schreibt das Polizeirevier Reutlingen in einer Pressemitteilung am Montag. Daraufhin seien der Rettungsdienst, ein Notarzt und die Polizei zum Kirchheimer Freibad gefahren.

Eine Verwandte, der aufgefallen war, dass sich die Zweijährige nicht an ihrem Liegeplatz befand, hatte die Kleine im Wasser entdeckt, sie herausgeholt und um Hilfe geschrien. Laut Polizei, begannen zwei Männer, die sich in der Nähe befanden, sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die von Bediensteten des Freibads sowie einem Arzt, der zufällig in der Nähe war, fortgesetzt wurden. Durch die Maßnahmen habe das Mädchen das Bewusstsein wiedererlangt und sei zur weiteren medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Für die Angehörigen des Kindes seien Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung angefordert worden.

„Wir sind bestürzt über das Ereignis“, sagte Wolfgang Doster, stellvertretender Geschäftsführer der Stadtwerke Kirchheim, in einem Statement am Montag. Die Stadtwerke betreiben das Kirchheimer Freibad. Der Vorfall zeige, wie wichtig es sei, Kinder keinesfalls unbeaufsichtigt im Wasser, selbst im niedrigen Wasser, spielen zu lassen. „Wir sind froh, dass es dem Kind den Umständen entsprechend gut geht. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften und den Menschen vor Ort, die schnell und besonnen gehandelt haben“, so Doster.

4300 Badegäste wurden am Sonntag im Kirchheimer Freibad gezählt. Laut der Stadt waren vier Aufsichtspersonen im Einsatz. „Die Badeaufsicht erfolgt für das gesamte Freibad und richtet sich nach den betrieblichen Erfordernissen sowie dem Besucheraufkommen. Eine separate Aufsicht ausschließlich für das Kinderplanschbecken gibt es nicht“, sagte Stadt-Sprecherin Doreen Wackler auf Nachfrage. Wenn möglich, würden regelmäßige Rundgänge durchgeführt. Bei Kleinkindern seien Eltern und Begleitpersonen in besonderer Weise zur Aufsicht verpflichtet.

Der letzte Badeunfall liegt laut Stadt sechs Jahre zurück. Damals sei ein Erwachsener betroffen gewesen.