Gesundheit
„Hitzefrei“ an vielen Schulen in Kirchheim

Während die Hitzewelle das Land im Griff hat, schwitzen die Kirchheimer Abiturientinnen und Abiturienten in ihren mündlichen Prüfungen. Andere haben mehr Glück.

Auch an vielen Kirchheimer Schulen endete und endet der Unterricht früher. Foto: Rudel/Regenscheit

In diesem Jahr müssen die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten nicht nur im übertragenen Sinne schwitzen. Ausgerechnet auf dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle finden an den allgemeinbildenden Kirchheimer Gymnasien wie überall im Land die mündlichen Abi-Prüfungen statt. Bekanntlich kann große Hitze zu langsamerem Denken, Konzentrationsproblemen und verminderter Aufmerksamkeit führen. Deshalb ist man an den Schulen bemüht, es den Prüflingen auf ihrem Endspurt so angenehm wie möglich zu machen. „Wir fangen frühmorgens an und sind nachmittags gegen 15 Uhr fertig“, sagt Martin Roll, Schulleiter des Ludwig-Uhland-Gymnasiums. Die mündlichen Abiturprüfungen laufen seit Montag und enden am Mittwoch. „Jeder Schüler hat eine, maximal zwei Prüfungen am Tag, die je 20 Minuten dauern“, sagt Roll. Man versuche, es den Schülern mit Ventilatoren und Zimmern auf der Nordseite des Gebäudes so angenehm wie möglich zu machen. 

Da nicht nur Abiturientinnen und Abiturienten unter der Hitze leiden, sondern auch alle anderen Schülerinnen und Schüler, fällt am Ludwig-Uhland-Gymnasium, am Schlossgymnasium und an vielen weiteren Kirchheimer Schulen der Unterricht an den Nachmittagen teilweise aus – wenn auch nicht für alle. „Hitzefrei“ am Nachmittag hieß und heißt es unter anderem in der Alleenschule, der Eduard-Mörike-Schule, der Teck-Grundschule, der Freihof-Realschule, der Freihof-Grundschule und der Raunerschule. An den Grundschulen ist die Angelegenheit kompliziert, denn anders als an weiterführenden Schulen müssen bei jüngeren Kindern Betreuungsfragen geklärt werden. Die Schulen müssen deshalb abfragen, ob es Eltern gibt, die Betreuung benötigen.

Auch sportliche Veranstaltungen sind betroffen. Während der Sporttag des Ludwig-Uhland-Gymnasiums am Montag stattfand, hat das Schlossgymnasium den Sportabzeichentag für die Klassen fünf und sechs, der eigentlich am Dienstag hätte stattfinden sollen, verschoben. 

Während die ganz große Hitze Ende der Woche vorbei sein soll, kämpft Schulleiter Martin Roll mit einem Problem, das bleibt. Im Sommer ist am Ludwig-Uhland-Gymnasium der dritte Stock im A-Gebäude regelmäßig nicht nutzbar, weil es in den Klassenzimmern einfach zu heiß ist. „Das sind fünf Räume“, verdeutlicht Roll das Ausmaß des Problems. Schon morgens herrschten in den Räumen Temperaturen von über 30 Grad. Die Schule ist deshalb gezwungen, die Kinder, um deren Klassenzimmer es sich handelt, in andere Räume zu verlegen. „Perspektivisch müssen Schulträger und Kultusministerium sich schon überlegen, ob man solche Räume nicht klimatisieren muss“, sagt Roll.