Einzelhandel
In der Marktstraße in Kirchheim tut sich was

Aktuell stehen in der Marktstraße in Kirchheim zwei größere Geschäfte leer. Für den ehemaligen Fielmann gibt es nun einen neuen Mieter, für das ­ehemalige Bonita immerhin einen ernsthaften Interessenten. 

Der Fielmann-Nachfolger wird wieder ein Augenoptiker sein. Foto: Carsten Riedl

Bonita

Was sich schon lange angedeutet hatte, ist jetzt eingetreten: Die Bekleidungsmarke Bonita hat das Geschäft in der Marktstraße 17 gegenüber dem Kirchheimer Rathaus verlassen. Schon seit Jahren war für den Laden in Toplage ein neuer Mieter gesucht worden. Die Verkaufsfläche ist 126 Quadratmeter groß. Laut Makler Christoph Grohmann von Cityjung-Immobilien gibt es einen Interessenten aus dem Kosmetikbereich. Aktuell wird geprüft, ob das Konzept auf der Fläche funktionieren kann. „Anfragen sind genug da, aber viele haben keine langfristigen Konzepte. Wir suchen etwas Längerfristiges für diese Fläche“, sagt Grohmann. Schließlich sei Bonita nach der BW-Bank rund 20 Jahre Mieter gewesen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, weil natürlich auch bei uns und dem Eigentümer der Wunsch da ist, dass dort nicht dauerhaft ein Leerstand bleibt“, sagt der Makler. Für die Weihnachtszeit könne man sich eine Pop-Up-Konzeption vorstellen. 

Fielmann

Noch vor wenigen Tagen war die Ladenfläche in der Marktstraße 41, in der früher der Optiker Fielmann untergebracht war und die vorübergehend als Pop-Up-Store genutzt wurde, zu haben. Jetzt hat Makler Jochen Sommerer bekanntgegeben, wer der neue Mieter wird: Es ist Schneller & Katicic, ein Optiker, der von der Paulinenstraße in die Marktstraße umzieht. „Im Dezember beginnt der Umbau. Voraussichtlich wird im Februar die Eröffnung sein“, sagt Jochen Sommerer. Der Makler weiß, dass sich der Jubel über einen weiteren Optiker in der Marktstraße bei vielen Menschen in Grenzen halten wird. Für die rund 160 Quadratmeter große Verkaufsfläche einen Nachmieter zu finden, der in die Innenstadt passt und Frequenz in die Fußgängerzone bringt, sei nicht leicht gewesen. „Die Fläche ist für die Großen zu klein, und für die Kleinen zu groß“, sagt Sommerer. Er weiß, dass es in Kirchheim den Wunsch nach einem großen Geschäft wie H&M oder Zara gibt. „Die kommen aber nur, wenn du ihnen eine Fläche ab 400 Quadratmeter aufwärts gibst“, sagt der Makler. Für viele sei Kirchheim als Stadt auch schlicht zu klein. Der Fokus liege natürlich auf der Vermietung der Fläche, „aber es muss der Innenstadt guttun“, so Sommerer, der Mitglied im City-Ring ist und regelmäßig mit dem Vorstand kommuniziert.

Ila Ila

Im ehemaligen Ila Ila laufen laut Jochen Sommerer aktuell „sehr vielversprechende Gespräche“ mit einem neuen Mieter. Mehr will der Makler noch nicht preisgeben. Über Weihnachten soll die Fläche jedoch nicht leer stehen. „Aller Voraussicht nach startet im November ein Pop-Up, das bis Ende Januar drin bleibt“, so Sommerer. Der Fair Concept Store Ila Ila hatte vor einigen Wochen in der Schuhstraße in Kirchheim ein größeres Geschäft eröffnet.