Umfrage
Integrationsrat will sich neu ausrichten

Die Stadt Kirchheim erfasst die Erwartungen der Bürgerschaft zur künftigen Integrationsarbeit.

Symbolbild: stock.adobe.com
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Der Integrationsrat der Stadt Kirchheim will sich neu ausrichten und setzt dabei auf die Unterstützung der Bürgerschaft. Mit einer breit angelegten Umfrage sollen gezielt Erwartungen, Wünsche und Anregungen zur künftigen Integrationsarbeit gesammelt werden. Ziel ist es, die Arbeit des Gremiums stärker an den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten.

Der Integrationsrat versteht sich als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Migrationsgeschichte, der Stadtverwaltung sowie der Kommunalpolitik. Bereits seit den 1970er-Jahren existiert in Kirchheim ein Austauschforum, das ursprünglich vor allem für sogenannte Gastarbeiter geschaffen wurde. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus der heutige Integrationsrat, der sich mit Fragen des Zusammenlebens in einer vielfältigen Stadtgesellschaft beschäftigt.

Aufgaben nehmen zu

Nach Ansicht der Stadt haben sich die Anforderungen an Integrationsarbeit in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Themen wie Diskriminierung, digitale Teilhabe, interkulturelle Bildung oder die Einbindung neu zugewanderter Menschen spielten inzwischen eine wesentlich größere Rolle. Der bisherige Zuschnitt des Integrationsrats bilde diese Entwicklungen jedoch nur teilweise ab und werde den aktuellen Herausforderungen nicht in allen Bereichen gerecht.

Mit der Befragung möchte die Stadt deshalb erfahren, welche Themen den Menschen besonders wichtig sind und wo sie konkreten Handlungsbedarf sehen. „Die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge helfen uns, den Integrationsrat gezielt an den rückgemeldeten Erwartungen und gewünschten Beteiligungsmöglichkeiten auszurichten“, erklärt Tanya Zorlu, Integrationsbeauftragte der Stadt Kirchheim, und verweist auf die Bedeutung der Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Die Umfrage richtet sich an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt – unabhängig von Herkunft oder Lebensgeschichte. Besonders im Fokus stehen die Perspektiven von Menschen mit Migrationsgeschichte, da deren Erfahrungen, Interessen und Erwartungen künftig noch stärker in die Arbeit des Gremiums einfließen sollen und berücksich­tigt werden.

Neue Mitwirkende gesucht

Zugleich hofft die Stadt, über den Fragebogen neue ehrenamtlich Engagierte zu gewinnen, die sich aktiv in den Integrationsprozess einbringen möchten. Der Integrationsrat versteht sich als offene Plattform, auf der Anliegen, Ideen und Herausforderungen eingebracht und diskutiert werden können. Ziel ist es, die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger zu fördern und ein respektvolles Miteinander zu stärken.

Die Teilnahme an der Befragung ist anonym und noch bis Sonntag, 7. Juni, möglich. Der Fragebogen kann online unter www.kirchheim-teck.de/integrationsrat ausgefüllt und abgeschickt werden. Zusätzlich liegen Papierformulare im Erdgeschoss des Hauses der sozialen Dienste am Widerholtplatz 3 aus. Ausgefüllte Bögen können über den Briefkas­ten des Rathauses abgegeben werden. Der Integrationsrat hofft auf eine rege Beteiligung aus der Bürgerschaft. pm