Sie sind in der Minderheit: Die Insta- und Facebook-Nutzer, die finden, dass das Fahrverbot für E-Roller und Fahrräder in Teilen der Innenstadt, hauptsächlich der Markt- und Max-Eyth-Straße, unnötig ist. „Wenn man langsam mit dem Rad durchfährt, kann ich nichts Schlimmes daran finden. Wenn nicht gerade Samstagmorgen ist, ist die Fußgängerzone doch wirklich nicht sehr voll“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer ist auch dieser Meinung und ergänzt: „Ich persönlich fände es viel wichtiger, auf den abseitigen Radwegen und Straßen mal mehr zu kontrollieren, dass a)kein Handy benutzt wird und b)Radfahrer an Gehwegen absteigen“.
Die meisten, die Kommentare hinterlassen haben, verteidigen jedoch das Fahrverbot. „Ich finde das Fahrverbot sinnvoll, zumal viele wirklich sehr unvorsichtig fahren“, schreibt eine Instagram-Nutzerin. „Es gebe ausreichend Möglichkeiten, in den Zeiten die Straßen zu umfahren. „Ich fahre selbst immer Fahrrad und sehe da gar kein Problem“. Auch Radfahrer müssten sich an Verkehrsregeln halten, kritisiert eine andere. „Einfach rücksichtslos durch die Fußgängerzone (wie der Name schon sagt) zu brettern, ist keine Option!“ Ein Insta-Nutzer schreibt: „Wenn die Stadt sich schon zu einer Fahrradstadt machen will, dann sollten die Optionen passen. Die Fußgängerzone (...) sollte daher auch keine Durchfahrt für Fahrräder oder sonst was sein. Egal, wann man durch die Stadt läuft, mindestens einmal fährt einer auf dem Rad einen fast um.“
Manche würden sich härtere Strafen wünschen. „Passiert mir regelmäßig – volle Fußgängerzone (Markttag), und jemand muss sich rücksichtslos mit dem Fahrrad durchdrängen. Weshalb hierfür nur 25 Euro fällig sind, ist unverständlich. Hier muss die Stadt mal endlich rigoros durchgreifen“, schreibt ein Nutzer auf Facebook. Kirchheim sei „Wildwest-Gebiet“, kritisiert ein anderer.
Bei einigen Usern scheint der Eindruck entstanden zu sein, dass sechs Vollzeitkräfte allein für die Kontrolle der Fußgängerzone zuständig sind, weshalb auch die Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdienst (GVD) verhöhnt werden. Das ist natürlich nicht der Fall: Sechs Vollzeitkräfte sind aktuell für die Kontrolle des gesamten Stadtgebiets und der Teilorte Nabern, Jesingen, Ötlingen und Lindorf zuständig.

„Viele Radler verstehen die Verbotsschilder gar nicht. Da kommt dann fast immer ‘Ja, aber doch erst ab 19 Uhr ist es verboten’“, ärgert sich ein Instagram-Nutzer. Und einer schreibt: „Früher war’s der gesunde Menschenverstand, der ein Fahrverbot in der Fußgängerzone überflüssig gemacht hat. Jetzt fehlt’s halt beim einen oder anderen“.
Der Artikel, der diese Diskussion ausgelöst hat, ist auf www.teckbote.de zu finden. In der Print-Ausgabe ist er am 2. Dezember erschienen.

