Der Literaturbeirat der Stadt Kirchheim lädt am Sonntag, 15. März, um 11 Uhr zu einer Lesung in die Stadtbücherei Kirchheim, Max-Eyth-Straße 16, ein. Im Rahmen der Frauenkulturtage liest die Kirchheimer Autorin Iris Lemanczyk aus ihrem Buch „Mariams Farben – Das Leben der armenischen Künstlerin Mariam Aslamazyan“.
Im Mittelpunkt des Buches steht die Lebensgeschichte der Malerin Mariam Aslamazyan, die ihr künstlerisches Schaffen trotz politischer Verfolgung, sozialer Ausgrenzung und staatlicher Repression unbeirrt verfolgte. Schon als Kinder wollen Mariam und ihre Schwester Yeran nur eines: malen. Da es in Armenien keine Hochschule gibt, die ihre Begabung weiter fördern könnte, sollen sie in Moskau studieren. Doch der wohlhabende Familienhintergrund wird ihnen zum Verhängnis: Der Besitz der Familie wird konfisziert, der Vater als Klassenfeind gebrandmarkt und Mariam mehrfach von der Kunsthochschule verwiesen. Erst durch die Hilfe von Lenins Witwe kann sie ihr Studium abschließen.
Iris Lemanczyk schildert eindrucksvoll den Spagat zwischen persönlicher Freiheit und der Vereinnahmung durch das sowjetische System. Trotz aller Hindernisse wird Mariam Aslamazyan zu einer Vorzeigekünstlerin der Sowjetunion. „Mariams Farben“ ist zugleich Künstlerinnenbiografie, Zeitporträt und Erzählung von Beharrlichkeit, innerer Stärke und dem Willen zur Selbstverwirklichung.
Eine Anmeldung bis Freitag, 13. März, per E-Mail an museen@kirchheim-teck.de oder unter 0 70 21/50 23 77 ist erforderlich. pm
