Esslingen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen (AWB) teilt mit, dass die mobile Sammlung von Schadstoffen am Samstag, 24. Januar, in Esslingen-Zell startet. Die Sammlung wird im März fortgesetzt und läuft bis Samstag, 18. April. An insgesamt zehn Tagen werden an 19 Sammelstellen besonders gefährliche oder umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblicher Menge angenommen. Den Abschluss der Frühjahrssammlung bildet Kirchheim am Samstag, 18. April, am Parkplatz Ziegelwasen.
In vielen Haushalten haben sich über die Jahre flüssige Farben oder Lacke, Rostschutzmittel, lösemittelhaltige Klebstoffe oder andere Chemikalien angesammelt, die nicht mehr benötigt werden. Diese Stoffe stellen eine besondere Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Deshalb organisiert der AWB zweimal jährlich eine mobile Sammlung von Schadstoffen. Die Annahme wird jeweils von einer Chemikerin oder einem Chemiker fachkundig begleitet.
Wichtig ist, dass die Schadstoffe dicht verschlossen, eindeutig gekennzeichnet und möglichst in der Originalverpackung angeliefert werden. Ein Abstellen der Abfälle am Haltepunkt des Schadstoffmobils ist nicht erlaubt. Die Abgabe erfolgt ausschließlich direkt beim Fachpersonal.
Sonderabfälle dürfen keinesfalls über den Restmüll entsorgt werden, da bei der Verbrennung giftige Gase entstehen können. Die im Rahmen der Sammlung abgegebenen Stoffe werden in einer auf Sonderabfälle spezialisierten Verbrennungsanlage bei Temperaturen von rund 1000 Grad Celsius vollständig zersetzt. Auch die dabei entstehenden Abgase werden nachverbrannt und die Schadstoffe anschließend in einem mehrstufigen Verfahren aus der Abluft gefiltert.
Was wird angenommen?
Angenommen werden unter anderem Abbeizlaugen, Autopflegemittel, flüssige Farben und Lacke, mineralische Fette, Fleckentferner, Putz- und Reinigungsmittel, Hobbychemikalien, lösemittelhaltige Klebstoffe, Rostschutzmittel, Säuren und Laugen, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Spraydosen mit Restinhalt, Verdünner sowie quecksilberhaltige Abfälle.
Was wird abgelehnt?
Nicht angenommen werden unter anderem ausgetrocknete Farben, Altmedikamente, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Feuerlöscher, Altbatterien und Altöl. Während ausgetrocknete Farben und Medikamente über die Restmülltonne entsorgt werden dürfen, können Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen kostenlos bei den Sammelstellen für Elektro- und Elektronikschrott abgegeben werden. Altöl sowie Klein- und Autobatterien sind vom Handel zurückzunehmen. Feuerlöscher entsorgen Fachbetriebe, die auf Wartung und Entsorgung spezialisiert sind.
Alle Termine und die jeweiligen Haltepunkte der mobilen Schadstoffsammlung sind Internet unter www.awb-es.de zu finden. tb

