Weltfrauentag
Solidaritätsaktion „Von Frauen für Frauen“ findet Anklang

Der Erlös des Kleiderbasars im Kirchheimer Schloss in Höhe von 5000 Euro geht ans Frauenhaus.

Kleiderbasar "Von Frauen für Frauen". Fotos: Jule Störk

Kirchheim. Draußen klirren Gläser, drinnen rascheln Stoffe – und an den Ständen geht es zu wie in einer gut besuchten Boutique. Aber mit einem Unterschied: Hier gibt es Designerstücke zum Einheitspreis, Brautkleider neben Jeans und Jacken für jeden Geldbeutel. In den hohen Räumen des Schlosses klingelt die Geldkassette, während Besucher und Besucherinnen durch Kleiderstangen streifen, Stoffe zwischen den Fingern prüfen und mal zögernd, mal entschlossen ihre Auswahl treffen. Jede verkaufte Bluse, jede gespendete Jacke hilft – der gesamte Erlös kommt Frauen in schwierigen Lebenssituationen zugute.

Unter dem Motto „Von Frauen für Frauen“ lädt die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Natalie Pfau-Weller am Weltfrauentag bereits zum zweiten Mal zum Kleiderbasar ein – dieses Mal im Schloss Kirchheim. Insgesamt kamen 4945 Euro zusammen, die Pfau-Weller auf 5000 Euro aufgerundet hat. Dass die Veranstaltung nicht nur ein Erfolg für den guten Zweck ist, zeigt die hohe Nachfrage: Bereits eine halbe Stunde vor dem Start bildet sich eine Schlange vor dem Eingang.

Ehrenamt als Herzstück der Aktion

Die Aktion lebt vom Engagement der Ehrenamtlichen. Kleidung wird angenommen, sortiert, gestapelt und in die Schlossräume geschleppt, damit am Veranstaltungstag alles bereitsteht. Und das Angebot kann sich sehen lassen: Von Designerstücken über Alltagsmode bis hin zu Brautkleidern und Dirndln ist alles dabei.

Organisiert hat den Kleiderbasar die Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Natalie Pfau-Weller (Mitte). Foto: Jule Störk

Damit sich wirklich jeder etwas leisten kann, gibt es einheitliche Preise, nur besonders wertvolle Stücke sind gesondert ausgezeichnet. Das Motto ist mehr als nur eine Floskel. Hier helfen Frauen Frauen – ob mit Spenden, mit Muskelkraft oder einfach mit dem Gedanken, dass jemand anderes genau dieses eine Kleid brauchen könnte. Was übrig bleibt, wird an das DRK oder die Diakonie weitergegeben.

Die Idee für den Basar entstand aus eigener Erfahrung. „Fast jeder kennt das – der Schrank ist voll, aber vieles wird kaum getragen“, erzählt Dr. Natalie Pfau-Weller, die die Aktion ins Leben gerufen hat. Sie wollte ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt setzen – und ist überwältigt, wie viele Ehrenamtliche sich engagieren. „Schon jetzt haben sich zahlreiche Helferinnen für das nächste Jahr angemeldet.“