Insolvenz
Traditionsunternehmen Riethmüller soll fortbestehen

Amscan Europe, zu dem der Kirchheimer Partyartikelhersteller gehört, ist insolvent. 

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Kirchheim. Seit 2010 gehört das Kirchheimer Unternehmen Rieth­müller zum Amscan-Konzern. Das Esslinger Amtsgericht bestellte jetzt Steffen Beck von der Kanzlei Pluta in Stuttgart zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Auf Nachfrage teilt Kanzlei-Pressesprecher Patrick Sutter mit, dass der Geschäftsbetrieb am Kirchheimer Standort fortgeführt werde und die Gehälter aller Mitarbeitenden über das Insolvenzgeld gesichert seien. „Aktuell werden nun die Sanierungsoptionen geprüft. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens“, so Sutter. 

Optionen werden ausgelotet

Insolvenzverwalter Steffen Beck ist vor Ort im Unternehmen und führt Gespräche mit der Geschäftsleitung: „Zusammen mit meinem Team werde ich mich nun umfassend über die finanzielle Lage des Unternehmens informieren. Sobald wir einen ersten Überblick haben, werden wir die nächs­ten Schritte der Sanierung einleiten.“ 

Amscan Europe ist Teil der Wonder-Gruppe, einem der weltweit größten Hersteller und Händler von Dekorations- und Partyartikeln sowie Partyzubehör. Zum US-Konzern zählen Großhändler, Einzelhandelsmarken und Hersteller auf der ganzen Welt.

„Der Konzern hat in Großbritannien einen Insolvenz­antrag gestellt“, erläutert Patrick Sutter, „das hat in Folge die Antragstellung der deutschen Gesellschaft nötig gemacht.“ Auch in Großbritannien würden die Sanierungsoptionen für das Unternehmen geprüft. 

In Kirchheim liegen die Europa-Zentrale sowie ein gut 300 Quadratmeter großer Showroom. Rund 180 Mitarbeitende sind in der Teckstadt beschäftigt, weitere sind für den Vertrieb in Polen, der Niederlande, Frankreich und Italien tätig. Produziert wird in Polen und Asien. 1855 wurde die Kirchheimer C. Riethmüller GmbH gegründet und zum Weltmarktführer der Festartikelbranche ausgebaut. eis/pm