Die Felder, auf denen einst die Erweiterung der Ötlinger Halde geplant waren, gehören zu etwa 50 Prozent der Stadt. Den Rest teilen sich private Eigentümer. Läge es angesichts leerer Kassen nicht nahe, die Grundstücke zu verkaufen, um die Stadtkasse aufzubessern? So einfach ist es nicht. Zum einen gibt es das Zufahrtsproblem, das sich nicht so einfach lösen lässt. Wer ein Neubaugebiet dieser Größe ausweist, muss nicht nur für die Erschließung sorgen, die immerhin auf die Eigentümer umgelegt werden kann, sondern ist verpflichtet, Kindergarten- und Schulplätze zu schaffen. Für eine Stadt wie Kirchheim, die in ernsthaften Finanznöten steckt, aktuell ein Ding der Unmöglichkeit. Konflikte mit Arten- oder Naturschutz wären zwar eher nicht zu erwarten, wenn man eine mögliche Zufahrt über die Lauter einmal ausklammert, aber dennoch gingen fruchtbare Böden verloren und würden versiegelt, was Entwässerungsprobleme weiter verschärfen würde. Hinzu kommt, dass nach Einschätzung der Stadt gar keine Nachfrage nach einem derart großen Neubaugebiet besteht. Es stimmt, dass bezahlbarer Wohnraum fehlt. Man darf jedoch bezweifeln, ob die Grundstücke in der Ötlinger Halde in diese Kategorie fallen würden.
Unnötig und teuer

