Ärgernisse
Vollgerotzte Taschentücher und Zigarettenkippen nerven genauso wie Hundehaufen

Reaktionen im Netz auf den Artikel über nachlässige Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Fellnasen nicht ordnungsgemäß entsorgen.

Er versteht die ganze Aufregung nicht, denn er kommt schließlich einem ganz natürlichen Bedürfnis auf seinen Gassi-Runden nach.
Er versteht die ganze Aufregung nicht, denn er kommt schließlich einem ganz natürlichen Bedürfnis auf seinen Gassi-Runden nach. Foto: Carsten Riedl

Der Artikel über die nicht ordnungsgemäß entsorgten Hundehaufen hat im Netz seine Spuren hinterlassen. Moderat äußerten sich die Follower über die Unsitte, die stinkenden Tretminen einfach am „Tatort“ liegen zu lassen. Eine Nutzerin kritisiert die Fokussierung auf Hundehalter: „Rücksichtslosigkeit ist kein Hundehalter-Phänomen. Vollgerotzte Taschentücher, Zigarettenkippen, Dosen und anderer Müll gehören genauso wenig auf Wege, Wiesen oder in den Wald. Am Ende wäre es ziemlich einfach: den eigenen Dreck wegräumen. Gilt für alle.“ Damit teilt sie die Meinung mit einer weiteren Nutzerin, die auf ihrer Gassi-Runde Kippenstummel und sonstigen Müll der Zweibeiner aufsammelt. Einen User nervt, dass überall dort, wo er mit seinem Hund läuft, Klopapier, Taschentücher und Menschen-Kackhaufen liegen – er eine Menge Hundesteuer zahlt und sich dann auch noch so ein Plakat gefallen lassen muss.

Pferdeäpfel, Schafköttel und Kuhfladen

Eine Followerin nennt Ross und Reiter und spricht von Sauerei und Rücksichtslosigkeit, wenn die vollen Kotbeutel in der Landschaft liegen oder an Büschen hängen. Die großen Vierbeiner im Visier hat eine weitere Leserin. Sie schreibt von Pferdeäpfeln auf Gehwegen, Schafkötteln und Kuhfladen auf Spazier- und Laufwegen, die für Schuhe keine Wellness darstellen. Auch Katzen und andere Tiere würden ihre kleinen Überraschungen auf Wiesen und in Gärten bereithalten. Diese würden jedoch nichts dafür können, schließlich seien immer die Menschen für sie verantwortlich.  

Für andere User sind die Hinterlassenschaften ungenutzte Einnahmequellen. 200 Euro Strafe pro Haufen, die Tüte im nächsten Busch 2000 Euro, lautet ein Vorschlag. DNA-Abgleiche wie in manchen Ländern könnten dabei helfen. Von Bevormundung hält ein Follower überhaupt nichts, wünscht sich jedoch, wie andere auch, mehr Hundebeutelentsorgungseinrichtungen, um nicht kilometerweit das stinkende Geschäft tragen zu müssen. „Im Winter immerhin Taschenwärmer“, nimmt er es mit Humor.

Alle eint der Appell zur Rücksicht.