Vor der Millenniumswende hat sich die Redaktion des Jugendmagazins Tick, das schon lange nicht mehr existiert, Gedanken darüber gemacht, wie Kirchheim im Jahr 2025 aussehen könnte. Links oben ist das Titelbild der ersten Tick-Ausgabe des Jahres 2000 zu sehen. Es wurde vom damaligen Mitarbeiter Kai-Uwe Opifanti mithilfe von Photoshop gestaltet – mit für heutige Verhältnisse kaum mehr vorstellbarem Aufwand. „An dem Titelbild bin ich damals zwei Wochen jeden Abend drangesessen“, erinnert sich Opifanti. Insgesamt seien es etwa 50 Arbeitsstunden gewesen. Drohnen gab es noch nicht, deshalb musste Redaktionsleiter Jörg Bächle auf eine Leiter steigen, um aus erhöhter Position Richtung Rathaus zu fotografieren. Die beiden Surfer wurden im Studio fotografiert, auf mit Alufolie umwickelten Surfbrettern, und nachträglich eingebaut. Der Boden, der aus PC-Leiterplatten statt Pflastersteinen besteht, wurde eingescannt und händisch eingefügt. „Dass es nicht ausgeschnitten aussieht, musste man jede Linie nachbearbeiten“, sagt Kai-Uwe Opifanti, der sich mit Freude an das Projekt zurückerinnert.

Heute fliegen zwar keine jungen Menschen auf Surfbrettern durch die Fußgängerzone, aber Künstliche Intelligenz hätte der Tick-Redaktion viel Arbeit abgenommen, wenn es sie schon gegeben hätte. Die rechte Aufnahme zeigt, was die KI – gefüttert mit dem Rathausbild und dem Foto der Surferin – aus der Idee macht. Und zwar in zwei Minuten.

