Landtagswahl

Sie kennen sich gut und streiten fair

Wahlkampf Die erste „Podiumsdiskussion“ zur Landtagswahl hat der Verein „Mehr Demokratie“ veranstaltet, natürlich online. Fünf geladene Kandidaten zeigten viel Übereinstimmung und ein paar Unterschiede. Von Peter Dietrich

Landtagswahlkampf im Corona-Modus: Moderator Edgar Wunder von „Mehr Demokratie“ begrüßt die Teilnehmer.Foto: Peter Dietrich
Landtagswahlkampf im Corona-Modus: Moderator Edgar Wunder von „Mehr Demokratie“ begrüßt die Teilnehmer. Foto: Peter Dietrich

Sie kennen sich bereits gut und haben den fairen Umgang eingeübt: Das war bei der zweistündigen Online-Diskussion der Landtagskandidaten Andreas Schwarz (Grüne), Dr. Natalie Pfau-Weller (CDU), Andreas Kenner (SPD), Ralph Kittl ...

PD)F( und ianeRg lrezPe beür uz agelndeinE ettah rde Veeinr odrteorMa aEgdr uerdWn eid :wsiiAalnherutker dnanEeeilg rnu anePre,it ide dei imtkeoeDar gidenveet,ir ttsat eis sE erdew remmi uhca eine reaiPt ,atluegsso ied edzitre chnti mi gtaaLdn ,ise simadle eid eJed eohcW tah dre eiVren unn eiwz bsi irde iuoesksisnnD lanpegt ndu lilw evlie lkhWeareis ni .neaedkbc

raAends whrczSa emcath end nafgnA dun seap:crvrh lwlnoe auf eusuaba.n iWr nlewlo jeesd hgiwtcei zGbshvasroeeenet mti einer pGerup eaNltia euef-rWlPal wlil sni ieiagdtl erittaelZ ieS amchet :akrl rtevrete ithcn eirmm eid nisiotPo rde atullekne kaD.nFrtoi-UC chI nbi hcon ncthi mi ta,nagdL hic knna mir das

esaAn dr renenK netteb,o ahcn nmeie eis nei Pzsrose - eWhleimi esi ieb rde ialhgeurmLlb sib tuehe l.etgpaesn reW ihsc sal grerBü ,tilbegeie dnna hauc im Egrisbne mkovoemnr und ehnse, das hbae isch henlg.to mctha re asd ienk tieeszw nneKer siieketrrti, sads edi im atagndL edn nnedrecsthpene Pg-ntFrAaD zur von fua reieenLdsknbae naltegbhe b:neah irw ahbnkea

anM nde eeutnL gzeie,n iew leiv amn swneis mu ieen ntedfruei ceEshinndtug uz tenfrf,e saegt Rpahl iKltt. ahenb sua geutm uGdrn neie tdiknreie .oertmDkiae iraWme awr hrse ietrd,k wir bhane egnhees, ow das aeLlko Temenh iense den ean,h arbe ibe mTehen sie die etuBgnieigl wrihgeri.ecs

oatimreDke sit im asget gaeiRn .zerePl eSi ging uahc aadrfu ine, erw reneigw ttieglieb Gtezsange zu rendena teerniaP nitmm dei DÖP eiken nenpnsFdeirem silitggurmgienedreRe sloetnl eeink in dun nfd.eür

Um eetirdk zu cleter,nehir ruwed 5021 ied nLsaersgsadvnuef tsi ma neEd red rModretao. sE epsgitennr edn e79r-ne1ah0Jr dnu sei na emrreehn lelSnet seirbh ccthrsifhil na ella egadtns ,wrende enei DaeF-DPti ist tinch ise achu eien - nssto emaslm eien navittIeii srutez Uhsirtretcfnne udn frherea andn asd geBeenhr tsi os agr ntihc omV rtfieemoulr üsntems mi Lafu red snikDoisus honc enätdrerv dreewn os wei im gLdanta h.cau erD Vneier beha einne lat5k1gnte-KouaP- zumseenlgtema:lts snid eneitiFhne mti ßnoreg

hAuc anesdAr reeKnn ist rfü ieen - ebar cnthi dhrcu denie,igejn dei sad hgobeVnrklese ntich eolwln. geGne sei eien neue, eirndegi

Udinsieercle thch iteAcnnhs bgti es bei red si:irgiulgDeanit otnllse s,hci newn ies sweta erhenierc owe,lln nvo üeenrnJg ibe red nThikce fhenle n,sasel segta alhpR .lttiK Raengi ezePlr lwil nkneei s:nhusecaelßi ehmr elinon aeblu,nre aerb uhca eiS sit nasbleelf inee udn lliw dei teileisNvtag im tteuaazslhtsgshetSsaa een:rrkvline leVie behreVeogknsl esine hctni iögt.n nsnrVaeoenpeurrest neise sengehBer oesnltl mi dLgtnaa mi nlmuPe shepnrec nr,füed ichtn nur ni edn iBe einem cfrehlrienoge Bheneerg iseen ide sKenot iemdusztn tlweiesie zu tnesetra.t

Auc h Nlteaai erWlle-uafP sit inee ndu ilwl nmeadin tlagdii tis ihcnt urn neie Fgera eds munitsAgmebn telsonl tim Wleahn emzemtanggeslu e,dnrwe annd ise edi ntegugBeili

ermh fua Lerneeandbieks rwane leal auerß dre CD.U mtDai esrdAan zhSwarc die Auneglbnh sed agnnentne tDFPasgAn-r duchr edi im gn:daatL Mna esi nbee ni ieenr otialoK,in otrd insee ndu eueaetsgtVrrr t.chiiwg

Bürgerbegehren bergen Chancen und Tücken

Das Bienen-Begehren gilt als positives Beispiel: Nach diesem Muster sei er für eine Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern, sagte Andreas Kenner. Andreas Schwarz ergänzte, die Änderung eines zur Abstimmung gestellten bürgerlichen Gesetzentwurfs im Laufe der öffentlichen Diskussion, habe Tücken: „Was sagen wir denen, die vorher unterschrieben haben? Das müssen wir gut beraten.“

Strittig war, wie weit sich Volksbegehren auf den Haushalt auswirken dürfen. Andreas Schwarz meldete massive Bedenken an: Der kostenlose Kindergarten, den die SPD wollte, hätte pro Jahr 400 bis 800 Millionen Euro gekostet. „An welcher Stelle spare ich?“ Das Land könne nur an der Grunderwerbssteuer drehen. Ralph Kittl widersprach und verwies auf die Umlagen: So machtlos sei das Land beileibe nicht. Moderator Edgar Wunder verwies auf Erfahrungen in der Schweiz: „Keine einzige Gemeinde wurde durch Bürgerbegehren finanziell ruiniert.“

Einen Irrtum räumte Andreas Kenner ein. „Beim Alten Friedhof in Kirchheim war ich gegen eine Wiederbelebung“, sagte er. „Da haben wir völlig falsch gelegen. Zum Glück haben uns die Bürger mit ihrem Begehren korrigiert.“pd