Sonntagmittag zur Ausstellung in Kirchheim. Vorher Auskunft eingeholt . . . alles barrierefrei! Mit Auto, Rollator und Bargeld los. Kein Parkplatz oberirdisch . . . Tiefgarage! Mit Rollator zum Aufzug . . . „Aufzug defekt, nehmen Sie die Treppe.“ Schwierig mit Rollator, deshalb Ein-/Ausfahrt genommen. Haarscharf am Unfall vorbei.
In der Ausstellung: EG gut . . . Rest im ersten Stock nicht möglich. Zurück zur Tiefgarage: runter über die Autoeinfahrt und ‑ausfahrt. Weil Gegenverkehr, abwechselnd beide Spuren. Endlich am Auto . . . sapperlot, Bezahlen vergessen! Atemnot, abermaliges Manöver über Rampe nicht mehr möglich für mich. Keine Hilfe in Sicht.
Hilft alles nix, Rollator ins Auto, Krückstock raus, zwei Treppen gestiegen, dann am Kassenautomat . . . endlich. Daten eingegeben, 2,50 Euro in zwei Münzen eingeworfen . . . nix passiert. Noch mal die Münzen rein . . . nix! Außer Atem den „Hilfeknopf“ gedrückt. Ein „Schlaule“ als Geisterstimme: „Geben Sie Ihr Kennzeichen ein und zahlen Sie dann.“ Kurz darauf: „Dann probieren Sie es einfach mit anderen Münzen.“
Eine junge Frau mit Smartphone hat mich dann bargeldlos ausgelöst – gegen Münzen. Und mit dem Krückstock, aber erleichtert, zurück zum Auto . . . über Treppen, atemlos.
Zur Ausstellung nach Stuttgart? Zur Ausstellung nach Tübingen?
Gisela Baier-Osterkamp, Kirchheim
