Leserbrief
Ein Faktencheck

Zum Artikel „Steuererhöhung erhitzt die Gemüter“ und zum Kommentar „Kommunaler Stammtisch“ vom 11. Juni

Als Betroffener möchte ich gerne dazu wie folgt Stellung nehmen – ein Faktencheck.

Es wurde im Artikel über mich Folgendes berichtet: Dass ich „moniert“ habe, dass nicht erneut auch auf die Ausgaben eingegangen wurde, und dazu insbesondere die Personalkosten zu beachten sind. Und, dass ich „Mitarbeiter von anderen Verwaltungsbehörden kenne, die auch am Anschlag und total unterbesetzt seien, und ich es vertretbar finde, diese Personalpolitik auch in der Gemeinde Ohmden umzusetzen“.

Das ist nur zum Teil richtig, ich hatte dazu gesagt, dass die Gemeinde Ohmden aktuell eine Doppelbesetzung bei einer Stelle im Rathaus aufgrund einer Wiederbesetzung hat. Dem gegenüber hatte ich von einem Landratsamt berichtet, dass dort aktuell eine sechsmonatige Sperrzeit bis zur neuen Ausschreibung gelte. Und man müsse bedenken, dass dann die Wiederbesetzung durch das Bewerbungsverfahren durchaus nochmals Monate dauern kann. Zusätzlich hatte ich gesagt, dass es dort sogar um Stellen der höheren Verwaltungsebene ging und dadurch viel Arbeit für diese Zeit auf die verbliebenen Kollegen verteilt werden muss.

Im Kommentar wurde mir unterstellt, dass ich „einen absurden Lösungsvorschlag aus dem Hut ziehe“, indem ich vorgeschlagen hätte, dass ich „die Bürgerinnen und Bürger – und damit mich selbst – vor einer Steuererhöhung bewahren“ wollte, indem „die Mitarbeiterinnen einfach mehr arbeiten sollen“. Begründet hätte ich dies wie folgt: „Anderorts seien Verwaltungsangestellte schließlich auch am Anschlag und total unterbesetzt.“ Und ich sei „zuversichtlich. Das kann auch in Ohmden klappen“.

Diese Schlüsse kann man aus meinen Äußerungen ziehen, muss man aber nicht.

Mal wurde sachlich, aber teilweise auch unvollständig und verfälschend berichtet. Möge der aufmerksame Leser die Wahrheit finden, indem er im Gespräch bleibt und vielleicht auch mal zu den Sitzungen kommt.

Wolfgang Lutz, Ohmden