Das Kirchheimer Hallenproblem hält uns auf Trab: Macht man sich in dieser Debatte ehrlich, geht es vor allem aber um eine Frage: Welchen Stellenwert hat der Sport in Kirchheim? Und dabei geht es eben nicht nur um den städtischen Haushalt oder mögliche Finanzierungskonzepte, sondern umso viel mehr. Sport ist der günstigste und gleichzeitig beste Integrator für Menschen. Ob jung oder alt, ob mit oder ohne Behinderung, dick oder dünn – Sport verbindet. Gerade in Zeiten, in welchen staatliche Sozialsysteme in dieser Form nicht mehr länger tragbar sind, braucht es ein gesellschaftliches Auffangnetz – dafür braucht es aber funktionierende Rahmenbedingungen.
Mich zumindest stellt es nicht zufrieden, wenn hallenbedingt Aufnahmestopps verhängt werden oder Kirchheimer Sportler in Nachbargemeinden gastieren müssen. Der Bau einer Halle für den Schul- und Vereinssport ist zur Wahrnehmung einer städtischen Pflichtaufgabe alternativlos. Im Rahmen dessen die Erweiterung für den Kirchheimer Profisport zu prüfen, liegt auf der Hand. Die Kirchheim Knights begeistern berechtigterweise tausende Fans und schenken mit ihrer Jugendarbeit jungen Menschen eine sportliche Heimat. Ich zumindest bin stolz, dass Kirchheim einer Basketballmannschaft in der zweiten Bundesliga beheimatet und möchte, dass das auch so bleibt.
Unabhängig wie man hierzu aber steht, muss ein Ziel gesteckt werden: Klare, schnelle und verlässliche Aussagen. Auf allen Seiten werden derzeit hohe Kapazitäten in Anspruch genommen, ohne das „ob“ überhaupt geklärt zu haben. Ja, Entscheidungen sind nicht immer einfach. Sie schaffen aber die Klarheit, nach der sich alle Beteiligten sehnen. Am Ende kann man – ganz dem sportlichen Geist entsprechend – nur auf eine gemeinsame Lösung hoffen.
Giancarlo Crescente, Kreis- und Stadtrat für die CDU
