Leserbrief
Kompliziertes Vorgehen

Zum Artikel „Wir sammeln keine Katzen“ vom 6. März

Vorweg möchte ich Sandra Nebe und Team Respekt für ihre Arbeit und ihr Engagement zollen.

Trotzdem finde ich die Hürden extrem hoch und stellenweise überzogen. Ich hatte 16 Jahre eine Katze – damals vom Tierheim Esslingen. Mein Haus wurde vorher besichtigt und für geeignet befunden. Als sie starb, habe ich mich kurz darauf in eine Katze aus dem Tierheim Kirchheim verliebt. Ich konnte sie aber nicht sofort mitnehmen, weil es vorher einen Besichtigungstermin von zwei Leuten (!) brauchte, ob ich ein geeignetes Haus für die Katze habe. Gute zwei Wochen musste ich auf diese Besichtigung warten. Ich war fassungslos!

Bezüglich paarweiser Vermittlung bleibt festzustellen, dass laut Homepage derzeit – wie damals auch mit Ausnahme unserer Katze – ausschließlich zwei Tiere zusammen vermittelt werden. Alternativ bekommt man ein Einzeltier, wenn schon eine andere Katze im Haushalt wohnt. Da weicht man doch gerne auf ein anderes Tierheim aus, welches nicht so kompliziert ist.

Wenn ich über das Schicksal von Katze Muffin lese, wird mir das Herz schwer. Tierschutz heißt für mich auch loslassen. Solche Tiere sollte man erlösen, nicht weiter leiden lassen.

Claudia Hauff, Notzingen