Die Idee, Radfahren in der Kirchheimer Fußgängerzone probeweise zu erlauben, ist gut gemeint. Ein respektvolles Miteinander von Fußgängern und Radfahrern wäre sicher, wie berichtet, für alle ein Gewinn.
Die Erfahrung zeigt jedoch: Nicht die Mehrheit ist das Problem, sondern eine kleine Minderheit. Die meisten Menschen halten sich an Regeln – aber die sprichwörtlichen drei Prozent tun es nicht und sorgen damit für Konflikte.
Gerade deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Wenn jedoch argumentiert wird, Kontrollen seien zu teuer und Videoüberwachung nicht erlaubt, stellt sich die Frage, wie Regeln überhaupt durchgesetzt werden sollen. Das betrifft schließlich auch andere äußerst teure Ärgernisse im öffentlichen Raum wie zum Beispiel Müll an Glascontainern, Graffiti, Zigarettenkippen oder Kaugummis.
Joachim Kuske, Kirchheim
