Mich erschreckte an diesem Interview, dass die Juso-Vorsitzende vom Kreisverband Esslingen, Lara Kern, sich zum „Demokratischen Sozialismus“ bekannte – seit dem Godesberger Programm galt die Soziale Marktwirtschaft –, obwohl es weltweit bis jetzt kein einziges Mal zum Wohle der Arbeitnehmer funktionierte, ausgenommen die Funktionärsprivilegien. Die eigentliche SPD, die ich bewundere, hatte aus meiner Sicht großartige Persönlichkeiten wie August Bebel, Friedrich Ebert, Kurt Schumacher, Willy Brandt und Helmut Schmidt. Wie kann man so tief sinken.
Besonders schlimm finde ich, dass Lara Kern sich gegen die Abschiebung von Straftätern wendet, mit der Begründung: Kommt er in seinem Heimatland überhaupt in Haft – (nein, warum auch, nur wenn er im Heimatland rechtskräftig verurteilt wurde), beziehungsweise dass die Straftäter dort zur Gefahr für Frauen und Mädchen werden könnten. Das ist deckungsgleich mit der Linksaußentheorie, keine Kriminalität zu exportieren, es nicht akzeptabel sei, dass sie in ihren Heimatländern eventuell wieder vergewaltigen würden. Sie sollen es lieber in Deutschland tun, da wir ja ein Rechtsstaat seien? Eine schreckliche Einstellung.
Ferner stellte Andreas Kenner die steile These auf, in Ungarn gebe es gar keinen CSD. Das Gegenteil war der Fall. In Budapest gab es jährlich einen großen CSD unter Orban. Ab 2025 wurde er theoretisch wegen Kinderschutz verboten, praktisch fand er unter einem anderen Namen trotzdem statt, mit über 200.000 Teilnehmern, und wurde von der Polizei konsequent geschützt, wobei Merkelpoller wie bei uns nicht notwendig waren.
Zur Rentenversicherung: Man muss das Rentenmodell grundsätzlich ändern in eine Mischung aus Österreich und der Schweiz, welches grundsolide ist, mit wesentlich höheren Renten und ohne Beitragsbemessungsgrenze.
Werner Sigel, Kirchheim
