Was steckt hinter einem Wahlplakat? Viel Arbeit!
Sitzungen ehrenamtlicher Parteivorstände, in denen sorgfältig kalkuliert wird, wie viele Plakate in welchen Orten gebraucht werden. Die Bestellung der Plakate und Zur-Verfügung-Stellung privater Räume und Garagen, in denen die Plakate angeliefert und gelagert werden. Die Einholung der Genehmigungen bei den Rathäusern jeder einzelnen Gemeinde. Die Suche nach Leuten in den jeweiligen Orten, die die Verantwortung für die Plakate übernehmen und sich mit den jeweiligen Richtlinien der Gemeinde vertraut machen. Das Anbringen selbst, für das sich im Vorfeld mindestens zwei Leute zusammenfinden, geeignete Fahrzeuge, Leitern, Werkzeug und Material organisieren müssen, was einige Stunden dauert. Die Plakate im Blick behalten. Nachbessern bei Beschwerden – Danke an alle, die sich hier vertrauensvoll an die Wahlkreisbüros wenden und geduldig abwarten, bis sich jemand kümmern kann.
Und jetzt eben auch Strafanzeigen stellen bei Vandalismus und Diebstahl. Sich erneut zum Nachplakatieren zusammenfinden, davor erst einmal wieder Ersatzplakate beschaffen. Dies alles neben Care-Arbeit, Erwerbsarbeit, Parteiarbeit – wie Veranstaltungen, Besprechungen, Infostände, Flyer austragen, Haustürwahlkampf und so weiter –, Gemeinderatssitzungen und oft noch weiterer Arbeit in anderen Vereinen und Organisationen.
Wer Plakate zerstört und entwendet, begeht nicht nur eine Straftat, sondern spielt zudem mit der wertvollen Freizeit und Motivation anderer Menschen und tritt ihr ehrenamtliches Engagement für Politik und Demokratie mit Füßen!
Lena Gawehn, Weilheim
