Mal wieder ein reißerischer Artikel ohne Zahlen, Fakten und Aktualität. „Yesterday News“, aber der Aufhänger für einen Kommentar, der sich nicht mit der Sache, sondern mit der AfD beschäftigt. Leider haben solche nicht konkludenten Artikel die Tendenz, die AfD zu stärken.
Fakt ist, dass unser Grundgesetz (GG) in Artikel 6 den Eltern ein Erziehungsrecht zuspricht, aber in Artikel 7 die Schulhoheit dem Staat gibt. Dies hat das Bundesverfassungsgericht seit 1976 mehrmals entschieden. Warum also die AfD aufs Schild heben?
Viele Länder wie die USA, Kanada, Großbritannien, Israel und so weiter haben die Bildungspflicht mit beeindruckenden Ergebnissen. Durch USA-Aufenthalte ist mir die Thematik vertraut, auch die Berühmtheiten, die nicht oder selten zur Schule gingen. Ein Who’s who des Erfolges. Bill Gates, Mark Zuckerberg, Michael Dell, Elon Musk, C. S. Lewis, Emma Watson, Taylor Swift, Justin Biber, Eric Demaine (MIT-Professor mit 20), Taylor Wilson (baute mit 14 einen Fusionsreaktor), Chris Paoline (schrieb Eragon mit 15), Bake Ross (erfand mit 19 Firefox), Austin Russell (Luminar, Milliardär mit 25). Das Konzept ist sehr spannend und es bringt Talente hervor, die bei uns sehr selten sind.
Einer Partei vorzuwerfen, dass sie eine Überzeugung, die einer Diskussion wert ist, in ihr Wahlprogramm schreibt, halte ich für sehr eindimensional. Trotz Pressefreiheit und dem Fakt, dass auch eine Lokalredakteurin nach Artikel 1 GG (eigenartige) Meinungen äußern darf, halte ich es für problematisch, dass hier die Rechte, die einer Partei nach Artikel 21 GG zustehen, kritisiert werden.
Diese Parteien müssen im demokratischen Disput gestellt werden, aus dem Zusammenhang gerissene Gleichsetzung mit Typen, die auf einer Wiese lehren, erreichen nur eines – Wachstum an den Rändern und dass die Brandmauer zur Staumauer für sinnvolle Debatten wird.
Holger Macho, Owen
