Mal geht die Tempo-30-Begrenzung von 7 bis 16 Uhr oder von 8 bis 14 Uhr, als Präzision 6 bis 19 Uhr, gerne nur werktags ohne Samstag, Montag bis Freitag oder an Schultagen. Auch 21 bis 5 Uhr oder 22 bis 6 Uhr. Meine Vermutung zur Entstehung des Lärms ist dabei, der Lärm kommt vom Rumpeln der Lkw über abgesunkene Schachtdeckel oder Querrinnen nach Aufgrabungen. Fahrassistenzsysteme ignorieren Zusatzschilder wie Uhrzeiten häufig, selbstfahrende Autos in Ortschaften, da kann man doch nur milde lächeln.
Genau das Gleiche auf der Autobahn, innerhalb von wenigen Kilometern erfolgt ein Wechsel von Richtgeschwindigkeit Tempo 130 auf Tempo 120 von 6 bis 22 Uhr, Tempo 120 von 22 bis 6 Uhr, Tempo 80 von 6 bis 19 Uhr und generell Tempo 100.
Dabei wäre die Geschichte doch ganz einfach, man einigt sich auf Tempo 40 innerhalb geschlossener Ortschaften, lässt die 30er-Zonen in Wohnstraßen und baut alle 30er- und 40er-Schilder, die nach jeder Einmündung stehen müssen, in Durchgangsstraßen ab. Egal ob im „Dörfle“ oder in der Stadt, egal ob an Schultagen oder nachts, grundsätzlich innerorts Tempo 40. Ich schätze mal, damit würde man bundesweit mindestens 50.000 Schilder und noch mal so viele Zusatzschilder mit Sockel und Befestigungsmaterial und natürlich Arbeitszeit einsparen. Damit könnte man Tausende von abgesunkenen Schachtdeckel anheben und würde damit bedeutend mehr gegen die Geräuschemission tun als die Geschwindigkeitsreduktion von zehn Stundenkilometern.
Vielleicht wäre ein Pilotprojekt in Kirchheim ja möglich, Schachtdeckel nicht vergessen. Und auf der Autobahn gilt Tempo 130, dafür alle Schilder mit 100 oder 120 weg, die Raser und Krachmacher, die den Lärm verursachen, wären eingegrenzt. Das Argument, die Autonation will keine Tempo-130-Begrenzung auf der Autobahn, stammt doch noch aus der Zeit vor den E-Autos. Hersteller, der ADAC und die Mehrheit der Bevölkerung sprechen sich zwischenzeitlich dafür aus.
Günter Preuß, Kirchheim