Leserbrief
Was ist mit der Feuerwache?

Zum Artikel „Der Bau wird beim Bauen immer besser“ vom 31. März

Der Bau wird beim Bauen immer besser . . . bei der Feuerwehr auch?

Wenn ich diesen Bericht lese, da frage ich mich, ob das noch alles ernst zu nehmen ist, was die Stadtverwaltung an Berichten in der Tagespresse so von sich gibt. Hier wird beschrieben, wie trotz verschiedener Probleme, Mehrkosten und Fehlplanungen alles gut vorankommt. Ebenso läuft es „gut“ mit dem Wachthaus und dem Kornhaus.

Als ich neulich den Versammlungsbericht der Feuerwehr Kirchheim gelesen habe, in welchem die Feuerwehr beschreibt, dass sie in der Feuerwache seit 14 Jahren in einer Baustelle arbeiten muss, da hat es mir schier die Sprache verschlagen. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht für jeden ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen und gleichzeitig eine Blamage für eine Verwaltung einer großen Kreisstadt mit über 40.000 Einwohnern. Ich bin nicht sicher, ob es schon bei der Verwaltung angekommen ist, aber die Feuerwehr ist dafür da, für unsere Sicherheit zu sorgen, und dazu sollte sie optimal ausgestattet sein. Vor allem sollten die vielen Feuerwehrfrauen und -männer unterstützt und motiviert werden. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir diese engagierten Feuerwehrangehörigen haben.

Es ist unglaublich, dass die Kirchheimer Wehr, trotz dieses schlechten Verwaltungs- und wohl Baumanagements, so aktiv und vor allem ruhig bleibt. Meine Hochachtung vor dieser ehrenamtlichen Einheit. Wie in den Berichten zu lesen war, werden die Aufgaben der Feuerwehr und die Sicherheitsanforderungen für die Bevölkerung immer mehr.

Da wäre es an der Zeit, dass sich Gemeinderat und Verwaltung Gedanken machen, ob der Parkettboden im Obergeschoss des namenlosen Verwaltungsgebäudes oder die überteuerten Sitzgelegenheiten auf dem Rollschuhplatz tatsächlich so wichtig sind. Ebenso warum ein namenloses Verwaltungsgebäude und ein Wachthaus schneller gebaut beziehungsweise saniert sind als ein so wichtiges Gebäude wie die Kirchheimer Feuerwache? Nach 14 Jahren kann man ja mal Überlegungen anstellen.

Jonas Fischer, Kirchheim