Leserbrief
Wer bestellt, zahlt

Zum Artikel „S 1: Minister wirbt für Verlängerung“ vom 14. Februar

Sofern die Verlängerung der S 1 überhaupt Realität wird, muss der Grundsatz – wer bestellt, bezahlt – zwingend eingehalten werden. 

Umso mehr war ich erstaunt, dass der Mentor-Maximus in dieser Sache im Artikel keinerlei Erwähnung gefunden hat. Immerhin war er in Sachen S 1-Verlängerung stets omnipräsent. Oder hat Bürgermeister Züfle plötzlich „kalte Füße“ bekommen, nachdem er erfahren hat, dass die Verlängerung nicht zum Null-Tarif zu haben ist?

Wenn es um den Kostenanteil der anliegenden Kommunen bezüglich S-Bahn-Verlängerung geht, kann es nur heißen: „Wer bestellt, zahlt“! Im Hinblick auf die Sachlage, ist Bürgermeister Züfle beziehungsweise Weilheim der alleinige Besteller und profitiert als einzige Kommune von der Verlängerung – während insbesondere Kirchheim mit massiven Eingriffen in gewachsene Strukturen im Bereich der betroffenen Wohngebiete belastet wird. Von der Zerstörung einer Vielzahl von biologisch wertvollen Habitaten entlang der Bahnstrecke mal ganz zu schweigen.

Wer aufgrund der Haushaltslage finanziell „aus dem letzten Loch pfeift“, so wie Kirchheim, und deshalb Kita-Gebühren massiv erhöht, kein Hallenbad bauen kann und keine nutzbare Stadthalle mehr hat, kann und darf keinerlei Zahlung für ein Projekt geben, das ohne erkennbaren Nutzen für unsere Stadt ist.

Insoweit erwarte ich von der Stadtverwaltung beziehungsweise dem Gemeinderat eine entsprechende Positionierung.

Gunther Zizelmann, Kirchheim