Leserbrief
Zweckgebunden Steuer einsetzen

Zum Kommentar „Neuer Blick aufs Nervengift“ vom 12. Januar

Der Kommentar trifft den Sachverhalt gut. Allerdings bringt eine reine Steuererhöhung nur etwas, wenn das Geld daraus auch direkt den Krankenkassen zur Kostendämpfung der Alkoholkrankheiten zukommt. Wenn dieses Geld im Steuertopf versinkt, ist die Gefahr meines Erachtens sehr groß, dass es nicht dort ankommt, sondern in Diätenerhöhung, Stuttgart 21 und die leidende Automobil­industrie fließt. Steuereinnahmen gezielt zweckgebunden zu verwenden, würde sicher auch die Akzeptanz bei den Zahlenden erhöhen. Ob man dadurch die Sucht bekämpfen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber die Dosis macht das Gift.

Nikolaus Lang, Bissingen