Leserbriefe

Dank, wem Dank gebührt

Zum Artikel „ ,Maschine der Unterhaltung‘ wird hundert“ vom 31. Oktober

Seit meiner frühesten Schulzeit durfte ich für das Kirchheimer Heimatmuseum in verschiedener Weise tätig werden und konnte so das Wachsen der Sammlung aus nächster Nähe erleben und beobachten. Dass Otto Laus biederes Heimatmuseum sich zu einem schmucken „Regionalmuseum“ steigerte, ist vor allem Rainer Laskowski und seinem unermüdlichen Einsatz zu verdanken. Seine wunderschönen Schautafeln im bisherigen Museum ließ er sich von Otto Stach und Wolfgang Znaimer künstlerisch ausgestalten.

Laskowskis Kontakt zu den Schulen war vorbildlich und ich hätte es mir gewünscht, dass seine Tätigkeiten im „Festakt“ am 29. Oktober deutlicher gewürdigt worden wären. Kirchheimer Schüler entwickelten nach seinen Vorgaben anschauliche Modelle, wie zum Beispiel eine steinzeitliche Bohrmaschine, die in die Ausstellung aufgenommen wurde, oder entwarfen Lebensbilder für die verschiedenen Abschnitte des Jurameers. Laskowski gründete auch ein Grabungsteam, das ihn als ehrenamtlicher Beauftragter des Landesdenkmalamts unterstützte und dem Kirchheimer Museum zuarbeitete. Und es gab mit ihm erstmals auch einen museums­pädagogischen Arbeitskreis, der vielen Kindern unsere Sammlungen zugänglich machte.

Was zu Laskowskis Museumszeiten noch nicht verbreitet war, war die moderne digitale Aufbereitung von lebendigen Hintergrundinformationen zu den Sammlungen, vergleiche Museum Hauff oder das Löwensteinmuseum in Stuttgart. Solche Szenenfolgen auch unseren Museumsbesuchern anzubieten, sollte nun eine der Hauptaufgaben in Kirchheim sein. Ansonsten kann man auf Laskowskis Fundamenten durchaus weiterbauen.

Fritz Heinzelmann, Kirchheim

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