Leserbriefe

Eine Perspektive für die Jugend

Zur Berichterstattung über das geplante Industriegebiet Rosenloh

Wir werden zu Deutschlands neuer strukturschwachen Region, wenn wir vehement gegen jedes neue Industriegebiet auf die Barrikaden gehen. Laut NPM (Nationale Plattform Mobilität) könnten bis zu 410 000 Arbeitsplätze in Deutschland durch die Transformation in der Automobilindustrie wegfallen. Nicht auszumalen, wie viele davon allein in Baden-Württemberg verloren gehen.

Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit. Der Klimawandel lässt sich nicht ausschließlich durch Verbote bekämpfen, sondern es braucht Investitionen in neue Technologien und alternative Antriebe. Das Projekt ist eine riesige Chance für die Region, schafft zukunftssichere Arbeitsplätze und könnte ein Leuchtturmprojekt für neue Technologien werden. Wird das Industriegebiet Rosenloh zugunsten der Gegnerinnen und Gegner nicht kommen, wird die Fabrik wo anders in Deutschland gebaut.

Wenn wir den Strukturwandel jetzt verschlafen, muss die jüngere Generation all das ausbaden, was in den vergangenen 20 Jahren verschlafen wurde. Mit all seinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen: Abwanderung, hohe Arbeitslosigkeit und Erstarkung rechtspopulistischer Parteien. Wie einst unser Bundespräsident Gustav Heinemann sagte: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“

Carlo Schumacher, Alter: 23, Neidlingen

Anzeige