Leserbriefe

In einem Gang fahren

Zum Artikel „In Kirchheim geht es künftig deutlich langsamer voran“ vom 4. Juni

Ein Tempo-30-Geschwindkeitsbegrenzungsschild in Jesingen und bald Blitzautomaten und Strafzettel? Ich weiß nicht, wer das wirklich möchte, ich jedenfalls nicht. Warum? Bin ich gegen CO2 und Unfallvermeidung, gegen Lärmschutz und Umweltschutz? Vielleicht bin ich gerade weil ich dafür bin, gegen dieses Verbotsschild. Ich möchte mein Auto in einem Gang, einer Drehzahl und einem Lastbereich fahren, der möglichst wenig CO2 und möglichst wenig Lärm verursacht und der mir erlaubt, mich nicht auf den Tachometer, sondern auf die Straße und die anderen Verkehrsteilnehmer zu konzentrieren. Ich möchte das tun, nicht weil es wieder mal verboten ist, schneller zu fahren, sondern es meiner eigenen Überzeugung entspricht.

Ich denke, wir werden die notwendigen Veränderungen der Zukunft nicht mit immer mehr Gesetzen und Vorschriften schaffen, sondern weil es ein Umdenken in den Köpfen der Menschen gibt. Vielleicht finde ich gerade deswegen die Aktion von Herrn Habeck mit den Duschköpfen und so weiter, sprich mit dem eigenverantwortlichen Umweltdenken, sehr sinnvoll. Ich bin für ein Richtgeschwindigkeitsschild von 40 Kilometern pro Stunde als Empfehlung an die Autofahrer und ein Display, das die aktuelle Geschwindigkeit anzeigt. Damit lege ich die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder nicht in die Hände der Gesetzgeber, sondern in unsere Hände.

Michael Glasebach, Kirchheim

Anzeige